«Zum Wohl der Guggenmusik»

Dank der Lautstärke-Regulierung profitieren die Guggenmusiken.
Dank der Lautstärke-Regulierung profitieren die Guggenmusiken. © FM1Today
Nicht zu laut und nicht zu gross – Fasnachtswagen im Rheintal müssen neuen Anforderungen entsprechen. Solche Reglemente kennt man in anderen Fasnachtsregion, wie zum Beispiel in Arbon, schon seit längerem. Trotzdem wird die Neuerung im Rheintal hitzig diskutiert.

Von «Lächerlich. Fasnacht ist nur einmal im Jahr», «irgendwann ist alles verboten» bis hin zu «gottseidank» und «Es geht auch ohne diesen Höllen Krach. Die neue Regelung ist gut». Dies nur ein paar wenige Kommentare auf der FM1Today-Facebookseite.

Guggenmusik geht unter

In Arbon ist die maximale Lautstärke auf den Fasnachtswagen schon seit längerem festgelegt. Wie die Lällekönigin Katja Weingartner gegenüber FM1Today sagt,  käme diese Lautstärkeregulierung besonders den Guggenmusiken zu Gute. «Wenn eine Guggenmusik hinter einem lauten Fasnachtswagen spielt, hört man sie oft nicht mehr.» Viele Guggenmusiker stimmen dieser Aussage zu. So schreibt eine FM1Today Leserin ironisch «es ist einfach mega lässig für die Guggenmusik hinten oder vorne, wenn man nur noch utz utz utz hört».

In Arbon wird die Lautstärke, laut Katja Weingartner überprüft. Die Feuerwehr ist jeweils mit einem Dezibelmesser unterwegs und führt Kontrollen durch.

Auch die Wagengrösse relevant

Nicht nur die Lautstärke ist im Rheintal neu beschränkt, auch die Grösse der Fasnachtswagen. Die Wagenkombinationen dürfen die Grösse eines regulären Lastwagens mit Anhänger nicht mehr überschreiten. Grund dafür sei laut den Organisatoren der Rheintaler Strassenfasnachten, dass die Wagen in den letzten Jahren immer grösser wurden. Deshalb waren auch immer grössere Traktoren am Umzug. Neu müssen alle Fasnachtswagen vor dem Umzug vom Strassenverkehrsamt abgenommen werden.

FM1Today Umfrage

Dass das neue Rheintaler Fasnachts-Reglement und vor allem die Lautstärke-Beschränkung die Meinungen spaltet, sieht man nicht nur in den Kommentarzeilen auf der FM1Today-Facebookseite, sondern auch bei der Umfrage. Die Klicks bei «Richtig so» oder «geht zu weit» sind ziemlich ausgeglichen.

(lae)


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