Zwei Sieger am Kantonalschwingfest

Samuel Giger und Daniel Bösch heissen die Gewinner des Kantonalschwingfestes.
Samuel Giger und Daniel Bösch heissen die Gewinner des Kantonalschwingfestes. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
5000 Zuschauer lockte es nach Tübach, um den Bösen zuzschauen, wie sie sich gegenseitig ins Sägemehl warfen. Die Ränge waren bis auf den letzten Platz besetzt, das Traumwetter lockte die Ostschweizer Schwingfans ans St.Gallen Kantonale.

Zum 104. Mal wurde das St.Galler Kantonalschwingfest ausgetragen. «Ich freue mich immer, am Kantonalen dabei zu sein. Das Wetter ist meist gut und die Stimmung immer etwas Spezielles», sagt der Zuzwiler Daniel Bösch am Nachmittag. Er ahnt noch nicht, dass er am Abend auf den Schultern seiner Kontrahenten sitzt und den Sieg feiert. Auch sein Mit-Gewinner, der Thurgauer Samuel Giger ist gerne nach Tübach angereist. «Wenn am Nachmittag noch ein paar Leute mehr kommen, wird es toll», sagt Giger am Morgen. Nach dem Schlussgang können beide Bösen zufrieden sein, sie teilen sich den diesjährigen Sieg.

Fluch der Thurgauer bezwungen

Samuel Giger beendete in Tübach einen alten Fluch. Eigenartigerweise hatte nie vorher ein Thurgauer Schwinger das St. Galler Kantonalfest gewonnen. In Abwesenheit von Armon Orlik besiegte er in einem wahren Abnützungskampf im Schlussgang den Glarner Roger Rychen in der 8. Minute mit Wyberhaken. In der noch jungen Saison ist Giger nunmehr schon dreifacher Kranzfestsieger. Daniel Bösch, der sich erst vor kurzem von einer Knieverletzung erholte, verlor im Anschwingen gegen Giger, liess danach aber fünf Siege folgen.

Zuschauer und Organisatoren sind zufrieden

Auch die Zuschauer sind zufrieden. «Das Wetter ist top», sagt eine junge Frau. «Die Schwünge sind sehr interessant», ergänzt ein älterer Herr. Bis jetzt sei alles eingetroffen, auf was er getippt habe.

Zwei Jahre Vorbereitung stecken hinter dem Schwingfest in Tübach. «Es gab in der Vorbereitung nichts, das wir nicht hätten lösen können», sagt OK-Präsident Michael Götte stolz. 450 Helfer seien auf Platz, dafür habe man die Netzwerke spielen lassen müssen. Nun sei man aber bestens gerüstet, auch im Hinblick auf die Zukunft – 2025 soll das eidgenössische Schwingfest in St.Gallen stattfinden. «Jetzt haben wir gezeigt, dass wir etwas auf die Beine stellen können.»

(SDA/enf)


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