Zwei Tote nach Unwetter

Die italienischen Medien berichten über die heftigen Unwetter in Süditalien.
Die italienischen Medien berichten über die heftigen Unwetter in Süditalien.
Bei heftigen Unwettern sind im Süden Europas zwei Menschen ums Leben gekommen. Im italienischen Kalabrien und in der Ferienregion Algarve im Süden Portugals starben am Sonntag zwei Männer, nachdem ihre Autos von den Wassermassen mitgerissen worden waren.

An der Algarve waren die Rettungskräfte aufgrund etlicher Notfälle im Dauereinsatz. Besonders schwer getroffen wurde der Badeort Albufeira. Der Regen verwandelte viele Strassen in Flüsse. Die bis zu 1,80 Meter hohen Fluten rissen laut Berichten auch Autos mit sich. Am Montag wurde die Leiche eines vermissten 80-Jährigen auf einem überschwemmten Feld des Vororts Boliqueime gefunden. Der Mann war im Unwetter in seinem Auto vom Einkaufen zurück nach Hause gefahren.

Am Montag blieb es in Albufeira und an der gesamten Algarve regnerisch, der Niederschlag wurde aber schwächer. Viele Läden hatten dennoch aufgrund der entstandenen Schäden bis mittags immer noch nicht geöffnet.

Auto von Wassermassen mitgerissen

Im Süden Italiens, in Taurianova in Kalabrien, wurde ein 43-jähriger Mann mit seiner 17-jährigen Tochter im Auto auf einer Brücke von den Wassermassen eines Flusses mitgerissen. Die Tochter konnte sich retten, die Leiche des Vaters wurde am Sonntag gefunden. In der Provinz Reggio Calabria an der Fussspitze des italienischen Stiefels, fiel in nur drei Tagen mit 720 Millimetern so viel Regen wie sonst in der ganzen Wintersaison. Die Zugverbindungen sowohl entlang der West- als auch der Ostküste wurden unterbrochen. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Unter anderem wurden die Bewohner eines Altersheims an einer von den Fluten zerstörten Strasse in Sicherheit gebracht. Auch auf Sizilien gab es Hochwasser. Der Bürgermeister von Catania verfügte für Montag die Schliessung der Schulen, des Friedhofs und aller Parks.

Málaga in Mitleidenschaft gezogen

Bei Unwettern im Süden Spaniens wurden vor allem die Stadt und die Provinz Málaga in Mitleidenschaft gezogen. Viele Strandbars und Wege wurden dort – unter anderem in der Stadt Málaga, sowie in den Badeorten Nerja, Torrox Costa und Torre del Mar – von starkem Wellengang zerstört, wie die Nachrichtenagentur efe unter Berufung auf die Behörden berichtete.
Wegen Überschwemmungen wurden einige Strassen gesperrt. Die hohen Wellen bereiteten den Kreuzfahrtschiffen dem Bericht zufolge bei der Ein- und Ausfahrt in den Hafen von Málaga grosse Mühe.

(SDA)


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