Zwei von drei kommen weiter: Wolfsburg, ManU oder Eindhoven?

Wolfsburgs Josuha Guilavogui (links) im Duell mit United-Captain Wayne Rooney beim zweiten Gruppenspiel in Manchester. Die Engländer setzten sich Ende September trotz einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 durch
Wolfsburgs Josuha Guilavogui (links) im Duell mit United-Captain Wayne Rooney beim zweiten Gruppenspiel in Manchester. Die Engländer setzten sich Ende September trotz einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 durch © KEYSTONE/EPA DPA/PETER STEFFEN
Heute Dienstag sind nur noch zwei Tickets für die Champions-League-Achtelfinals zu vergeben. Wolfsburg und ManU (im Direktduell) sowie Eindhoven spielen am letzten Spieltag der Gruppe B darum.Jede der drei Mannschaften kann den Vorstoss in die K.o-Phase noch aus eigener Kraft schaffen.

Wolfsburg reicht im Heimspiel gegen Manchester United ein Punktgewinn sicher zum Weiterkommen. Die Engländer und Eindhoven (daheim gegen ZSKA Moskau) sind mit einem Sieg auf jeden Fall weiter. Zur Spannung trägt bei, dass die Moskauer mit einem Erfolg in Holland auf den dritten Platz vorrücken und damit in die Europa-League-Sechzehntelfinals einziehen würden.

Wolfsburg ist in der angenehmsten Position, steht aber dennoch unter beträchtlichem Druck. Denn in der Bundesliga läuft es dem Zweiten der Vorsaison längst nicht so gut wie erhofft. Nach dem 1:2 gegen Dortmund, der ersten Heimniederlage in der Meisterschaft seit dem Frühjahr 2014, beträgt der Rückstand auf Platz zwei zehn Punkte. Wenn das so weitergeht, “werden wir irgendwo zwischen dem vierten und siebten Platz landen”, schimpfte Manager Klaus Allofs am Wochenende.

In der Champions League haben die Wolfsburger mit dem Schweizer Trio Diego Benaglio, Ricardo Rodriguez und Timm Klose ihre beiden bisherigen Heimspiel zu null gewonnen und damit die Basis zum möglichen erstmaligen Einzug in die Champions-League-Achtelfinals gelegt. Dieser würde nicht nur sieben Millionen Euro, sondern auch einiges an Prestige einbringen, das dem Klub aus der VW-Stadt nach wie vor fehlt.

Manchester United ohne Wayne Rooney

Manchester United mangelt es weder an Geld noch an Ruhm, doch seit Alex Ferguson den Klub im Sommer 2013 verlassen hat, hinkt der englische Rekord-Champion seinen Ansprüchen hinterher. Dass ManU in dieser Gruppe derart um einen Platz unter den ersten zwei kämpfen muss, konnte nicht erwartet werden. Bei Trainer Louis van Gaal hat das zu einer Erkenntnis geführt: “Ich glaube nicht, dass wir in der Lage sind, die Champions League zu gewinnen.”

Das grösste Problem der “Red Devils” ist derzeit die Torproduktion. Seit dem 2:1 im Heimspiel gegen Wolfsburg haben sie in drei Champions-League-Partien nur noch zweimal getroffen. In der Premier League resultierten aus den letzten acht Partien bloss acht Tore. Der Spanier Juan Mata ist mit vier Treffern der Topskorer. In der Torschützenliste der Premier League reicht das zu Platz 19. “Die Tore werden kommen, davon bin ich felsenfest überzeugt. Wir haben viele Chancen herausgespielt, nur das Glück hat uns gefehlt”, sagte Van Gaal, der in Wolfsburg auf den verletzten Captain Wayne Rooney verzichten muss.

Über fehlende Treffsicherheit seiner Mannschaft kann PSV-Trainer Philippe Cocu nicht klagen. Der 22-fache Meister traf in der heimischen Liga in 15 Partien 38 Mal und machte bislang auch in der Champions League eine gute Figur, insbesondere vor eigenem Anhang mit Siegen gegen Manchester United (2:1) und Wolfsburg (2:0). Mit ZSKA Moskau gastiert nun der kriselnde Leader der russischen Liga im Philips Stadion. Trainer Leonid Sluzki, der auch russischer Nationalcoach ist, gewann letztmals Ende Oktober eine Partie mit ZSKA.

In den anderen am Dienstag im Einsatz stehenden Gruppen sind die Achtelfinal-Plätze alle vergeben. In der Gruppe D spielt Borussia Mönchengladbach bei Manchester City um den Einzug in die Europa-League-Sechzehntelfinals, während Juventus Turin in Sevilla den 1. Platz sichern will.

(SI)


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