Zwei weitere Russen mit Meldonium gedopt

Der Eisschnellläufer Pawel Kulischnikow feierte im Februar seinen fünften WM-Titel - nun ist er positiv auf Meldonium getestet worden
Der Eisschnellläufer Pawel Kulischnikow feierte im Februar seinen fünften WM-Titel - nun ist er positiv auf Meldonium getestet worden © KEYSTONE/AP/IVAN SEKRETAREV
Die Serie von Doping-Fällen mit Meldonium im russischen Spitzensport reisst nicht ab. Zu den positiv Getesteten gehören auch ein Eisschnelllauf-Weltmeister und ein Shorttrack-Olympiasieger.

Der fünffache Weltmeister im Eisschnelllauf, Pawel Kulischnikow, sowie der Olympiasieger im Shorttrack, Semjon Jelistratow, seien vorläufig suspendiert worden, meldete die Agentur R-Sport unter Berufung auf informierte Kreise. Tags zuvor hatte bereits die fünffache Tennis-Grand-Slam-Siegerin Maria Scharapowa erklärt, positiv auf Meldonium getestet worden zu sein.

Meldonium steht seit dem 1. Januar 2016 auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), weil eine missbräuchliche Verwendung des Mittels in verschiedenen Sportarten festgestellt worden war. Das Medikament fördert die Durchblutung und Zellregeneration und wird deshalb als Medikament für Angina und Herzerkrankungen eingesetzt.

Kulischnikow ist Wiederholungstäter. Bis zum Frühjahr 2014 war er für zwei Jahre wegen der Einnahme des Doping-Präparats Methylhexanamin gesperrt. Dem Weltrekordhalter über 500 Meter droht nun eine lange Sperre und damit das Karriereende. Sein Trainer Dmitri Dorofejew bestätigte die positive A-Probe seines Sportlers.

Der russische Sportminister Witali Mutko meinte, es sei nicht ausgeschlossen, dass weitere Fälle mit Meldonium bekannt werden, da das Mittel im russischen Sport verbreitet gewesen sei. Auch die frühere Eistanz-Europameisterin Jekaterina Bobrowa hatte am Montag ein positives Testergebnis bestätigt.

(SDA)


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