Zweite Etappe der Zürcher Durchmesserlinie eröffnet

Hoch über dem Gleisfeld fahren die Züge zwischen Genf und St. Gallen in den Durchgangsbahnhof Löwenstrasse unter dem Zürcher Hauptbahnhof.
Hoch über dem Gleisfeld fahren die Züge zwischen Genf und St. Gallen in den Durchgangsbahnhof Löwenstrasse unter dem Zürcher Hauptbahnhof. © KEYSTONE/WALTER BIERI
Mit viel Prominenz ist am Montag die offizielle Eröffnung der zweiten Etappe der Zürcher Durchmesserlinie (DML) gefeiert worden. Damit können sich nun auch Fernverkehrszüge auf der West-Ost-Achse das Ein- und Ausfädeln in den Sackbahnhof HB sparen.

An der feierlichen Eröffnung nahmen unter anderen die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh, der Direktor des Bundesamtes für Verkehr, Peter Füglistaler, sowie SBB CEO Andreas Meyer teil.

Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember wird die zweite Etappe des SBB-Projektes den ordentlichen Betrieb aufnehmen. Bis dahin unternimmt die SBB noch zahlreiche Testfahrten über die Viadukte.

Über zwei Viadukte queren die Züge von Oerlikon beziehungsweise Altstetten auf der Fahrt in den oder aus dem unterirdischen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse das Gleisfeld vor dem Zürcher Hauptbahnhof (HB). Damit entfallen die Zickzack-Fahrten über die Weichen des Gleisfeldes, und die Züge müssen nicht mehr in den Sackbahnhof ein- und später mit einer Lokomotive am anderen Ende wieder ausfahren.

Mit der Eröffnung der zweiten Etappe ist das Riesenbauwerk DML nun komplett. Bereits im Juni 2014 wurde die erste Etappe mit dem Durchgangsbahnhof Löwenstrasse als Herzstück eröffnet. Die Züge, die den Bahnhof Löwenstrasse benutzen, unterqueren in einem 4,5 Kilometer langen Tunnel die Stadt Zürich. Insgesamt misst die DML 9,6 Kilometer und kostet voraussichtlich 2,068 Milliarden Franken.

(SDA)


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