Zypern-Führer wollen Insel wiedervereinigen

Mustafa Akinci (links) und sein Amtskollege Nicos Anastasiades streben die Versöhnung auf Zypern an. (Archivbild)
Mustafa Akinci (links) und sein Amtskollege Nicos Anastasiades streben die Versöhnung auf Zypern an. (Archivbild) © KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Ein Jahr nach Wiederaufnahme der Friedensgespräche auf Zypern haben der Präsident der Republik Zypern, Nicos Anastasiades, und sein türkisch-zyprischer Kollege Mustafa Akinci ihre Entschlossenheit zur Wiedervereinigung der geteilten Insel bekräftigt.

In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung schreiben beide Politiker von einer “Win-Win-Lösung” nach vier Jahrzehnten der Teilung. Anastasiades und Akinci betonen in der Erklärung ihre gemeinsame “Verpflichtung” zu einer Intensivierung der Bemühungen, in den kommenden Monaten eine umfassende Lösung noch im laufenden Jahr zur erreichen.

In den vergangenen Monaten seien “entscheidende Fortschritte” erzielt worden, es gebe aber noch “Schwierigkeiten und Differenzen” zu überwinden. Sie seien jedoch “entschlossen, den notwendigen Willen und Mut aufzubringen, um die bestehenden offenen Probleme zu überwinden”.

Zypern ist seit einem von der damaligen Militärjunta in Griechenland gestützten griechisch-zyprischen Putsch und einer anschliessenden türkischen Militärintervention im Jahr 1974 geteilt. Seit Mai vergangenen Jahres laufen wieder Friedensgespräche zwischen der Republik Zypern und der nur von Ankara anerkannten Türkischen Republik Nordzypern. Der von der UNO vermittelte Friedensprozess wird als beste Chance gesehen, das geteilte Zypern nach mehr als vier Jahrzehnten wiederzuvereinen.

(SDA)


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