2000 Demonstranten im Basler Klimacamp

In Basel sind die jungen Leute für den Klimaschutz nicht nur auf die Strasse gegangen. Schon am Donnerstag haben sie das Kasernenareal besetzt und dort ein Klimacamp errichtet. Rund 50 Aktivistinnen und Aktivisten haben die Nacht auf Freitag im Zelt verbracht. (Bild: Martin Heutschi, Keystone-SDA)
In Basel sind die jungen Leute für den Klimaschutz nicht nur auf die Strasse gegangen. Schon am Donnerstag haben sie das Kasernenareal besetzt und dort ein Klimacamp errichtet. Rund 50 Aktivistinnen und Aktivisten haben die Nacht auf Freitag im Zelt verbracht. (Bild: Martin Heutschi, Keystone-SDA) © Martin Heutschi, Keystone-SDA
In Basel sind am Freitag erneut weit über tausend junge Menschen für den Klimaschutz auf die Strasse gegangen. Schon am Vortag hatten einige von ihnen das Kasernenareal besetzt und dort ein Klimacamp errichtet.

Dieses Klimacamp war auch das Ziel des inzwischen vierten Basler Demonstrationszugs im Rahmen der weltweiten Klimastreik-Bewegung. Zusammen mit den Jungen marschierten am frühen Nachmittag auch zahlreiche ältere Menschen mit Transparenten vom Münsterplatz über die Mittlere Brücke ins Kleinbasel. Insgesamt waren rund 2000 Leute unterwegs.

Über hundert Aktivistinnen und Aktivisten hatten schon am Donnerstag ohne Bewilligung den Kasernenplatz in Beschlag genommen, auf dem sie bis am Samstag verbleiben wollen. Rund 50 Jugendliche verbrachten trotz Regen und Sturm die Nacht auf Freitag in ihren Zelten auf dem Gelände, das dem Kanton Basel-Stadt gehört.

Im Klimacamp werden verschiedene Workshops angeboten, aber auch veganes Essen, sowie Poetry Slam und Konzerte. Für Freitag konnten die Initianten auch den Bündner Barden Linard Bardill gewinnen. Er habe für seinen Auftritt im Klimacamp eigens ein Lied geschrieben, sagte eine Aktivistin.

Sorgen wegen allfälliger unentschuldigter Absenzen mussten sich die Basler Schülerinnen und Schüler, die am Demonstrationszug mitmachten oder sich während der üblichen Unterrichtszeiten im Klimacamp aufhielten, nicht machen. Der Freitag war der letzte Tag der Basler Fasnachtsferien.

In Basel haben die jungen Klimaaktivisten in der Zwischenzeit erreicht, was andernorts weiterhin gefordert wird: Am 20. Februar hatte der Grosse Rat des Stadtkantons mit einer Resolution den «Klimanotstand» respektive ein «Climate Emergency» ausgerufen. Nun wird die landesweite Ausrufung des Klimanotstands gefordert.

(SDA)


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