2018 gibt es keinen Gastkanton an der Olma

Dieses Jahr ist der Thurgau Gastkanton an der Olma. (Archiv)
Dieses Jahr ist der Thurgau Gastkanton an der Olma. (Archiv) © TAGBLATT
Er gehört zur jahrzehntelangen Tradition der Olma: der Gastkanton. Im kommenden Jahr verzichten die Veranstalter jedoch auf einen solchen Gast. Statt eines Kantons wird sich ein Westschweizer Fest, das «Fête des Vignerons», vorstellen.


An der Olma 2018 wird sich dieses Jahr kein Gastkanton präsentieren, sondern ein Event: Mit dem nur einmal pro Generation in Vevey stattfindenden «Fête des Vignerons» – dem «Fest der Winzer» stelle sich ein Anlass von «nationaler Bedeutung» dem Olma-Publikum vor, schreibt die Olma in einer Mitteilung.

Dass 2018 kein Kanton, sondern ein Anlass Gast in St.Gallen sein wird, hat einen einfachen Grund: «Wir erhielten von den Veranstaltern des ‘Fête des Vignerons’ eine Anfrage. Sie interessierten sich dafür, die Plattform Olma als Kommunikationsschwerpunkt in der Deutschschweiz zu nutzen», erklärt Olma-Direktor Nicolo Paganini. Es habe daraufhin verschiedene Verhandlungen gegeben und in St.Gallen habe man schliesslich das Gefühl gehabt, dass diese «Generationengeschichte» eine schöne Sache sei, welche die Olma-Besucher interessieren würde.

Nicht das Ende der Gastkantone, nur eine Abwechslung

Es ist nicht das erste Mal, dass die Olma statt einen Gastkanton ein Gast-Event einlädt. Allerdings ist es bereits eine Weile her, seit sich letztmals ein Anlass präsentierte: Im Jahr 2001 war die «Expo.02» in St.Gallen zu Gast. Der Verzicht auf einen Gastkanton für 2018 bedeutet demnach nicht das Aus für die Olma-Gastkantone. «Das tat es 2001 nicht und wird es auch 2018 nicht. Es wird ganz sicher wieder Gastkantone geben. Für eines der nächsten Jahre sind wir bereits sehr weit und für ein anderes Jahr haben wir bereits Gespräche geführt», erklärt Paganini.

Der Wein im Fokus – aber nicht nur

Wie der Name «Fête des Vignerons» bereits verrät, wird dem Wein an der Olma 2018 besondere Bedeutung beigemessen. Dass es aufgrund des Fokus auf ein Fest eine einseitigere Olma geben werde als wenn ein ganzer Kanton sein Kulturgut präsentiert, glaubt Paganini nicht. «Natürlich geht es um Wein, wenn das ‘Fête des Vignerons’ zu uns kommt. Aber hier schwingt viel mehr mit an Kultur als nur der Wein. Es geht auch um das Waadtländer Brauchtum und die Hintergründe des Festes. Unseren Besuchern ist es wichtig, dass es spannende Sonderschauen und einen vielseitigen Umzug geben wird. Ich bin zuversichtlich, dass unser Programm unseren Gästen gefallen wird.» Aber selbstverständlich sei auch die Weindegustation Teil der Sonderschauen, sagt Paganini.

Westschweizer und St.Galler Winzer am Umzug

Am Samstag wird das «Fête des Vignerons» mit einem Umzug durch die St.Galler Innenstadt den Ostschweizern das Westschweizer Kulturgut näherbringen. Somit ist bereits bekannt, dass der traditionelle Umzug auch ohne Gastkanton stattfindet. Unterstützt wird das «Fête des Vignerons» dabei von den St.Galler Winzern und Weinbaugemeinden, welche rund die Hälfte der Umzugsgruppen stellen werden. Auch innerhalb der Messe erhält der St.Galler Wein eine Plattform: direkt neben der Sonderschau des «Fête des Vignerons» präsentieren sich die St.Galler Winzer mit ihren edlen Tropfen.

Nächstes «Fête de Vignerons» 2019

Das «Fête des Vignerons» selbst wird vom 18. Juli 2019 bis zum 11. August 2019 über eine Million Menschen an seinen Vorstellungen und in der «Ville en Fête» in Vevey empfangen. Letztmals fand das Winzerfest im Jahr 1999 statt. Damals reiste auch Olma-Direktor Paganini ans Fest. «Ich hatte das Gefühl, dass die ganze Schweiz in Vevey war. Während eines Monats war die Arena jeweils Tag für Tag ausverkauft.»

(red./stm)


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