80 Schüler dürfen nicht an die Flade

Bisher war die Flade ausschliesslich für katholische Schüler angedacht.
Bisher war die Flade ausschliesslich für katholische Schüler angedacht. © Tagblatt: Urs Jaudas
In diesem Jahr hat das erste Mal das Los darüber entschieden, wer an die Flade darf – und wer nicht. 40 Prozent der angemeldeten Schüler aus der Stadt hatten dabei das Nachsehen. Doch es besteht noch Hoffnung.

Es ist ein wichtiger Schritt im Leben eines Schülers: Der Eintritt in die Oberstufe. Für 242 St.Galler Stadtkinder wurde dieser Schritt nun zum Glücksspiel. Zum ersten Mal hat das Los darüber entschieden, wer von ihnen die Sek oder Real an der Flade besuchen darf. Wie das St.Galler Tagblatt schreibt, wurden 40 Prozent der angemeldeten Kinder abgewiesen.

Per Post wurden die Eltern von 80 Schülern über den negativen Entscheid informiert. 32 davon haben aber immer noch eine Chance, in die Flade aufgenommen zu werden. Sie wurden auf eine Warteliste gesetzt und haben noch die Gelegenheit nachzurücken. Dies weil mehrere von den aufgenommenen Schülern sich für die Talentschule oder die Aufnahmeprüfung fürs Gymniasium angemeldet haben.

Schulpräsidentin Margrit Stadler ist überrascht über die hohe Zahl der Anmeldungen. Dies spreche für den guten Ruf der Schule, sagt sie gegenüber dem Tagblatt. Bis jetzt war die Schule ausschliesslich für katholische Kinder. In diesem Jahr wird sie zum ersten Mal auch für Stadtkinder mit anderer Religionszugehörigkeit zugänglich. Mit der Stadt wurde eine Obergrenze der Schülerzahl festgelegt. Diese besagt, dass die Schule maximal 30 Prozent der städtischen Schüler übernehmen darf.

Da sich weitaus mehr auf einen Platz beworben haben, musste das Los entscheiden. «Das ging mir nahe. Ich kann jedem Kind nachfühlen, das enttäuscht wird», sagt Stadler. Trotzdem sei der Losentscheid fix und es können keine Ausnahmen gemacht werden.

(red.)


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