Fussball

FC Baden und FC Wohlen spielen um den Aufstieg

Matteo Fruci, 30. Mai 2022, 16:09 Uhr
Der FC Baden und der FC Wohlen stehen nach der regulären Saison mit 54 Punkten auf Platz 1 in ihrer jeweiligen Gruppe der 1. Liga. Nun gilt es für die Aargauer Erstligisten ernst, am Mittwoch starten die Aufstiegsspiele für die Promotion League.
Aargauer Fussball auf dem Vormarsch: Der FC Baden und der FC Wohlen dürfen um den Aufstieg kämpfen.
© Aargauer Zeitung/Dani Mercier

Nach dem bitteren Saisonende des Aushängeschilds FC Aarau richtet sich bei Freunden des Aargauer Fussballs der Blick gespannt nach Wohlen und Baden. Beide Erstligisten konnten den Meistertitel in ihrer Gruppe gewinnen und gehen somit als Favoriten in die Aufstiegsspiele. Am Mittwoch startet die Qualifikationsrunde. Der FC Baden muss auswärts gegen die U21 der Grasshoppers ran, während Wohlen beim FC Bulle den ersten Schritt in Richtung Promotion League machen will.

«Die Unaufsteigbaren»

Die Sehnsucht nach dem Aufstieg ist beim FC Baden riesig. Seit der Saison 2006/07 spielen die Badener in der 1. Liga. Siebenmal scheiterten sie seither in den Aufstiegsspielen. Nun soll diese Horrorbilanz endlich ein Ende nehmen. «Die verflixte Zahl Sieben ist vorbei und jetzt hoffe ich, dass es im achten Anlauf endlich klappt», so Heinz Gassmann, Präsident des FC Baden, gegenüber ArgoviaToday. «Zudem sind wir im Jubeljahr. Der FC Baden feiert sein 125-Jahr-Jubiläum. Vielleicht bringt uns das auch ein bisschen Glück für die Aufstiegsspiele.»

«Gegen die Jungen und Wilden»

Mit der U21 des Grasshopper Club Zürich hat der FC Baden eine schwierige Aufgabe vor sich. Schon in der regulären Saison hatte der FCB mit den Nachwuchsmannschaften zu kämpfen.

Gegen die U21 von St.Gallen und Winterthur zogen die Badener meist den Kürzeren. «Jetzt gehe ich aber davon aus, dass wir es gegen GC besser machen», sagt Gassmann. «Wir können nur gewinnen. Es ist unser achter Anlauf – zwei- oder dreimal hatten wir Pech, zwei- oder dreimal war der Gegner einfach besser – und wir sind einfach zuversichtlich, dass es jetzt klappen wird.»

«Der FC Wohlen gehört in die Promotion League»

Während sich der FC Baden die Aufstiegsspiele und das Scheitern in der 1. Liga gewohnt ist, möchte der FC Wohlen so schnell wie möglich zurück in die dritthöchste Spielklasse, wo er vor gut drei Jahren abstieg. «Die Aufstiegsspiele haben wir ganz klar als Ziel herausgegeben», sagt Präsident André Richner zu ArgoviaToday. «Der FC Wohlen gehört definitiv in die Promotion League. Wir sind aus bekannten Gründen aus der Challenge League abgestiegen, aber wir haben immer ganz klar gesagt, dass wir mit unserer Infrastruktur in die Promotion League gehören.»

«In der Promotion League festigen»

Die Rückkehr in die Challenge League, der zweithöchsten Spielklasse, sei definitiv zu weit gegriffen, so Richner: «Wir haben ganz klar das Ziel, uns in der Promotion League zu festigen. Das heisst, wir wollen in der dritthöchsten Liga sicher nicht unten rumdümpeln, sondern im oberen Mittelfeld für Furore sorgen.»

Kein Derby in den Aufstiegsspielen

Damit es wieder zu einem Aargauer Derby zwischen FCW und FCB kommt, müssen beide den Aufstieg schaffen. Das Los hat nämlich entschieden, dass es in den Aufstiegsspielen nicht zu einem Derby kommt. Aus der 1. Liga steigen zwei Mannschaften auf. Acht Mannschaften spielen diese Plätze in jeweils vier Halbfinals und zwei Finals aus. Setzt sich der FC Wohlen gegen Bulle durch, warten im Final entweder Echallens oder Tuggen. Die möglichen Gegner für den FC Baden im Aufstiegsfinale sind Paradiso oder Vevey.

Heisst: es können im besten Falle beide Aargauer Clubs aufsteigen. «Klar wäre ein Derby im Aufstiegsspiel der Hammer gewesen», sagt André Richner vom FC Wohlen. «Aber uns und dem FC Baden ist es beiden recht, dass wir nicht gegeneinander um den Aufstieg spielen müssen, sondern uns dann in der oberen Liga wiedersehen.» FC-Baden-Präsident Heinz Gassmann vertritt dieselbe Meinung: «Ein Derby in der Promotion League wäre für beide Mannschaften ein Highlight und super für den Aargauer Fussball.»

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 1. Juni 2022 06:04
aktualisiert: 1. Juni 2022 06:04
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