Appenzeller stehen Spital kritisch gegenüber

Visualisierung des Siegerprojekts für das Ambulante Versorgungszentrum plus
Visualisierung des Siegerprojekts für das Ambulante Versorgungszentrum plus © Kanton Appenzell Innerrhoden
Für 41 Millionen Franken will die Regierung von Appenzell Innerrhoden ein neues Spital bauen. Gestern Dienstag versuchte sie die Bevölkerung an einem Infoabend von ihren Plänen zu überzeugen – und musste sich kritische Fragen anhören.

Happige 41 Millionen Franken will die Standeskommission von Appenzell Innerrhoden für ein neues Spital inklusive Bettenstation ausgeben. Bis zur Landsgemeinde im Frühling will sie die Bevölkerung von ihrem Vorhaben überzeugen. Wie sich am ersten Informationsabend gezeigt hat, dürfte dies aber keine leichte Aufgabe werden.

Über 300 Personen wollten am Dienstagabend an der Informationsveranstaltung wissen, warum Appenzell Innerrhoden für 41 Millionen Franken ein Spital bauen soll. Im Publikum kam die Botschaft der Standeskommission nicht bei allen gut an. Besonders umstritten war die geplante Bettenstation mit 13 Zimmern. Der eine oder andere Veranstaltungsbesucher stand jedoch den Plänen der Regierung positiv gegenüber. Barbara Nef-Manser aus Appenzell sagt: «Ich bin positiv überrascht, wie die Stimmung heute Abend war. Ich hatte etwas Angst, dass es noch mehr kritische Stimmen geben könnte.»

Auch Säckelmeister Thomas Rechsteiner hat mit mehr Kritik gerechnet – vor allem was die Kosten angelangt: «Zu meinem Erstaunen gab es keine einzige Frage zur Finanzierung. Das bedeutet, dass das Projekt eingebettet ist in ein gutes Investitions- und Finanzplanungskonzept.» Das Geld scheint den Appenzellern also weniger Sorgen zu bereiten als die Frage, ob es ein solches Spital überhaupt braucht. Die Antwort gibt es spätestens am 29. April an der Landsgemeinde.

TVO war am Informationsabend in Appenzell dabei:

(red.)


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