Armeepferde werden nicht mehr «gebrannt»

Ein Militärhufschmied passt einem Pferd ein Hufeisen an. Das Einbrennen eines Zeichens in den Huf  ist  im Gegensatz zur Markierung der Haut schmerzfrei.(Archivbild)
Ein Militärhufschmied passt einem Pferd ein Hufeisen an. Das Einbrennen eines Zeichens in den Huf ist im Gegensatz zur Markierung der Haut schmerzfrei.(Archivbild) © KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
Die Pferde und Maultiere der Armee werden künftig nicht mehr mit heissen Eisen markiert. Der Veterinärdienst der Armee hat die Heissprägung per Anfang nächsten Jahres verboten.

Das Heissprägen sei eine Methode, die aus ethischer Sicht nicht mehr mit der Entwicklung der Gesellschaft Schritt halte, heisst es in einer Mitteilung des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) vom Freitag.

Studien zeigten, dass eine heisse Eisenmarkierung auf der Haut erhebliche Schmerzen und Stress erzeuge. Dies lasse sich durch hohe Kortisol-Werte im Blut nachweisen.

Seit rund zehn Jahren arbeite die Armee parallel mit der Implantierung eines Mikrochips. Diese Methode garantiere eine hohe Zuverlässigkeit und Rückverfolgbarkeit, so dass die individuelle Identifikation der Armeepferde sichergestellt sei.

Nicht betroffen vom Verbot ist die schmerzfreie Markierung der Hufe, wie das VBS weiter schreibt. Sie behalte ihre Bedeutung.

(SDA)


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