Auch Gelson Fernandes verlässt Nati

Gelson Fernandes absolvierte für die Schweiz 67 Länderspiele.
Gelson Fernandes absolvierte für die Schweiz 67 Länderspiele. © Keystone/Cyril Zingaro
Zuerst Valon Behrami, jetzt auch Teamkollege Gelson Fernandes: Der 31-jährige Eintracht-Frankfurt-Mittelfeldspieler verlässt die Schweizer Nationalmannschaft.

«Es ist Zeit, das Ende meiner internationalen Karriere bekanntzugeben und Platz freizumachen für eine neue Generation, die uns, da bin ich mir sicher, viel Zufriedenheit und Emotionen geben wird», schreibt Fernandes am Dienstagvormittag in einem Statement auf Twitter. In den vergangenen Jahren habe er schöne Momente erlebt – darunter die Europameisterschaft im eigenen Land und eine WM unter der Sonne Afrikas. «Wir sind auf dem richtigen Weg. (…) Wir haben uns von einer defensiven Mannschaft zu einer Mannschaft entwickelt, die das Spiel bestimmen kann.»

67 Spiele und zwei Tore

Fernandes gab im August 2007 sein Debüt in der Schweizer Nationalmannschaft. Er absolvierte 67 Länderspiele und erzielte zwei Tore. In den letzten Jahren kam er über die Rolle des Ergänzungsspielers nicht mehr hinaus. Dennoch stand er im Kader für die WM in Russland. Fernandes’ Vertrag mit Eintracht Frankfurt läuft bis Juni 2019.

«Es war ein politischer Entscheid»

«Meine internationale Karriere ist zu Ende» – am Montagabend gab bereits der 33-jährige Valon Behrami bekannt, er sei von Nati-Coach Vladimir Petkovic aus dem Nationalteam ausgeschlossen worden. «Ich bin überzeugt, dass dies ein politischer Entscheid war», sagte er dazu. Petkovic widersprach dieser Darstellung. «Das ist allein mein Entscheid, und der basiert auf sportlichen Kriterien.»

Petkovic hat vor, in den Nations-League-Spielen dieses Herbstes gegen Island und Belgien sowie in den Testpartien gegen England und Katar einigen jungen Akteuren Einsatzchancen zu gewähren. Diese Absicht teilte der 54-jährige Trainer am Montag einigen älteren Spielern mit – worauf Behrami auf Twitter das Ende seiner Nati-Karriere bekanntgab und sich in Interviews über den Entscheid beschwerte.

Marco von Ah, der Mediensprecher des Schweizer Verbandes, bestätigte gegenüber dem Schweizer Fernsehen das Gespräch von Petkovic mit Behrami, bei dem es auch um dessen Zukunft gegangen sei. Ein Ausschluss des Spielers sei aber nicht vorgenommen worden.

(red./SDA)


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