«Ausserrhoden provoziert St.Galler Bauern»

Die Hitze brachte viele Bauern fast zum Verzweifeln. (Symbolbild)
Die Hitze brachte viele Bauern fast zum Verzweifeln. (Symbolbild) © Keystone/Sigi Tischler
Der trockene Sommer beschäftigt weiterhin die Politik. St.Galler Kantonsräte fordern mehr Spielraum für Landwirte – währenddessen kritisiert die Regierung die mangelnde Regelung Appenzell Ausserrhodens.

Der vergangene Sommer setzte den Ostschweizer Bauern und ihren Tieren zu. Im St.Galler Kantonsrat werden deswegen weiterhin verschiedene Vorstösse behandelt. Darunter eine Interpellation von Vertretern der CVP, FDP und SVP: Sie fordern, dass die Landwirte in solchen Extremsituationen mehr Spielraum erhalten und beispielsweise früher auf geschütztem Moor Heu ernten oder selten genutzte Wiesen zur Beweidung nutzen dürfen. Der Kanton hatte im Sommer nach der Besichtigung der Moore Ausnahmen bewilligt, nun soll sich dauerhaft etwas ändern.

«Schwer nachvollziehbare Regelung»

In ihrer Antwort bezieht sich die St.Galler Regierung auf das benachbarte Appenzell Ausserrhoden. Der Grund: Ausserrhoden verzichtet bei Mooren – offenbar als einziger Kanton – auf die Festlegung eines Schnittzeitpunktes. Bei den Bäuerinnen und Bauern an der Kantonsgrenze provoziere «diese schwer nachvollziehbare und aus Sicht des Moorschutzes problematische Regelung» negative Reaktionen.

Düngen ist kontraproduktiv

Eine intensive Nutzung von Wiesen und Mooren führe zu einem Verlust der Biodiversität, heisst es in der Antwort weiter. Flexiblere Regelungen in Bezug auf die Düngung lehnt die Regierung ebenfalls ab. Studien würden zeigen, dass eine zusätzliche Düngung in trockenen Zeiten kontraproduktiv sei.

(SDA/red.)


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