Basel schlägt Sion dank Eigentor

Am Ende rettete Torhüter Jonas Omlin dem FC Basel den knappen Sieg
Am Ende rettete Torhüter Jonas Omlin dem FC Basel den knappen Sieg © KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Nach dem 4:2 gegen GC gewinnt Basel auch das zweite Super-League-Heimspiel unter Trainer Marcel Koller. Beim glückhaften 3:2 gegen Sion zeigt sich aber, dass der FCB noch längst nicht der Alte ist.

Basel hatte in den vorangegangenen neun Meisterschaftsspielen immer mindestens ein Gegentor kassiert. Auch im zehnten Spiel riss die für Basel ungewöhnliche Serie nicht. Es hätten sogar noch weit mehr Gegentore werden können. Nur zwei Minuten nachdem der Sittener Doppeltorschütze Roberts Uldrikis nach dem 0:2 zum 2:2 ausgeglichen hatte, sah sich Basels abermals untadeliger Goalie Jonas Omlin erneut mit dem lettischen Stürmer konfrontiert. Omlin gewann diesmal das Duell auf kleinstem Raum gegen Uldrikis und konnte in höchster Not abwehren. Ob sich die Basler von einem solchen Doppelschlag erholt hätten, hätte sich zeigen müssen.

Das Glück, das Trainer Raphael Wicky in vielen Spielen nicht hatte, scheint dem Nachfolger Koller Mal für Mal zu lachen. Sions brasilianischer Innenverteidiger Andre Neitzke, dem schon vorher etliche Fehler unterlaufen waren, grätschte nach 72 Minuten in eine scharfe Hereingabe und bezwang seinen Goalie aus kurzer Distanz.

Rechnet man über 90 Minuten die Chancen und die Spielanteile auf, wäre ein Unentschieden für Sion der kleinste Lohn gewesen. Die Walliser leisteten sich ein paar Aussetzer in der Defensive, aber ihr Spiel war andauernd recht druckvoll. Beide Tore – zum 1:2 und zum zeitweiligen 2:2 – waren sehenswerte Co-Produktionen zweier Neuer im internationalen Walliser Ensemble. Der algerische Aussenverteidiger Ayoub Abedllaoui leistete zweimal die Vorarbeit, Uldrikis verwertete einmal mit einer Grätsche und einmal mit einem Kopfball. Beide Male wurde Uldrikis von Innenverteidiger Eder Balanta ziehen gelassen.

Die Sittener verschliefen den Start. Kurz nach dem Anspiel fanden sowohl Passgeber Luca Zuffi als auch Torschütze Albian Ajeti im Sittener Strafraum viel Platz vor. Ajeti konnte sich den Ball zurechtlegen und nach 47 Sekunden unbedrängt zum 1:0 einschiessen. Legt man es auf das Europa-League-Qualifikationsspiel vom letzten Donnerstag in Arnheim um, so haben die Basler matchübergreifend in zwei Minuten nacheinander getroffen: gegen Vitesse in der allerletzten, gegen Sion in der allerersten Minute. Noch in der ersten Halbzeit verwertete Fabian Frei entgegen dem Geschehen eine Hereingabe von Silvan Widmer zum 2:0.

Die Sittener werden den Fluch ihrer Meisterschaftsspiele in Basel nicht los. In nunmehr 30 Partien seit August 1997 haben sie in Basel kein einziges Mal gewonnen. 20 Basler Siege und 10 Unentschieden lautet die Bilanz.

Basel – Sion 3:2 (2:2)

25’078 Zuschauer. – SR San. – Tore: 1. (0:47) Ajeti (Zuffi) 1:0. 28. Frei (Widmer) 2:0. 40. Uldrikis (Abdellaoui) 2:1. 56. Uldrikis (Abedllaoui) 2:2. 72. Neitzke (Eigentor) 3:2.

Basel: Omlin; Widmer, Balanta, Suchy (46. Campo), Petretta; Serey Die; van Wolfswinkel, Zuffi, Frei, Stocker (60. Oberlin); Ajeti (88. Okafor).

Sion: Fickentscher; Maceiras, Branco, Neitzke, Abdellaoui; Toma (71. Ndoye); Kasami, Mveng, Grgic, Djitte (76. Philippe); Uldrikis (86. Acquafresca).

Bemerkungen: Basel ohne Cümart (gesperrt), Bua und Kuzmanovic (alle verletzt). Suchy verletzt ausgeschieden. Sion ohne Carlitos, Kukeli, Mitrjuschkin, Zock, Adryan, Angha, Kouassi und Fortune (alle verletzt). Verwarnungen: 35. Maceiras (Foul), 38. Widmer (Foul), 45. Neitzke (Foul).

(SDA)


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