Bauern müssen Kühe schlachten

Immer noch fehlt Futter - Die Bauern leiden immer noch an den Folgen des Hitzesommers. (Symbolbild)
Immer noch fehlt Futter - Die Bauern leiden immer noch an den Folgen des Hitzesommers. (Symbolbild) © KEYSTONE/URS FLUEELER
Die Folgen des Hitzesommers sind bei weitem noch nicht überwunden. Wegen der Trockenheit fehlt den Bauern Heu für den Winter. Das stellt die Landwirte vor eine schwierige Entscheidung: teures Heu aus dem Aussland einkaufen oder das Vieh schlachten.

Der Herbst hat Einzug gehalten, die Wiesen sind wieder grün und trotzdem haben die Ostschweizer Bauern und Viehzüchter schlaflose Nächte. Während der Winter näher rückt zeigen sich die Folgen des Hitzesommers. Wegen der Trockenheit fehlt in vielen Ställen Heu für die Kühe. So auch bei Lukas Wirt aus Niederstetten bei Uzwil. «Wir haben im Moment 70 bis 80 Prozent der Wintervorräte an Lager. Das reicht nicht um alle Tiere durch den Winter zu bringen,» sagt der Bauer gegenüber TVO

Auf TVO erzählt Bauer Lukas Wirth, wie er mit den Folgen des Hitzesommers zu kämpfen hat.

Lukas Wirth bleibt nichts anderes übrig, als Futter aus Frankreich zuzukaufen. Das ist aber teuer. Gut 30 Kilo Heu pro Tag vertilgt eine Kuh – das macht über den Winter gut 600 Franken pro Tier, die der Bauer zusätzlich aufbringen muss.

Die einzige andere Option ist die Schlachtung. Auch Lukas Wirth musste bereits vier seiner Tiere hergeben und es könnten noch mehr werden.

Kühe schlachten und teures Futter kaufen, das kann für die Bauern verheerend sein, sagt Andreas Widmer, Geschäftsführer des Bauernverbands St.Gallen. «Gewissen Bauern geht es ans Lebendige. 30’000 bis 40’000 Franken müssen sie zusätzlich aufbringen. Geld, das später zum Beispiel für Investitionen fehlt.»

Bauer Lukas Wirth versucht trozdem positiv zu bleiben. Enen zweiten solchen Sommer würde es aber nicht vertragen. «Es ist besorgniserregend, wenn alle Betriebe keine Vorräte bilden können.»

(red.)


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