Parolini schafft Wiederwahl dank 31 Stimmen

Jon Domenic Parolini musste am Schluss um seinen Sitz zittern.
Jon Domenic Parolini musste am Schluss um seinen Sitz zittern. © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Die Bündner BDP hat den Regierungssitz von Volkswirtschaftsdirektor Jon Domenic Parolini verteidigt – allerdings denkbar knapp. Parolinis Vorsprung auf seinen Verfolger, SVP-Regierungsratskandidat Walter Schlegel, schrumpfte gemäss Nachzählung von 68 auf 31 Stimmen.

Wie die Standeskanzlei in Chur am Freitag bekannt gab, ergab die Nachzählung 15’867 Stimmen für Regierungsrat Jon Domenic Parolini und 15’836 für Walter Schlegel. Am Sonntag, unmittelbar nach der Wahl, belief sich der Vorsprung Parolinis noch auf 68 Stimmen.

Die SVP verpasste damit den Sprung in die Bündner Exekutive zum dritten Mal in Folge. Und die BDP verlor ihren zweiten Sitz an die CVP, die im neuen reinen Männergremium als einzige Partei zwei Vertreter stellt. Ihr zweiter Kandidat Andreas Felix, Geschäftsführer der Baumeisterverbandes, hatte sich wegen des Baukartell-Skandals aus dem Rennen genommen.

Bei der Nachzählung ging es um die Vergabe des fünften und letzten Sitzes in der Kantonsregierung. Weil der Unterschied zwischen Parolini und SVP-Kandidat Schlegel am Wahltag weniger als 0,3 Prozent betrug, musste gemäss den Bestimmungen des kantonalen Gesetzes über die politischen Rechte nachgezählt werden.

Definitiv gewählt wurden am letzten Sonntag Christian Rathgeb (FDP/bisher), Mario Cavigelli (CVP/bisher), Marcus Caduff (CVP/neu) sowie Peter Peyer (SP/neu). Noch offen ist die Departementsverteilung.

(SDA)


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