Corona im Kanton Bern

Anfang November könnten sich die Impfgruppen öffnen

17. Oktober 2022, 15:49 Uhr
Auch im Kanton Bern steigt die Zahl der Coronafälle wieder an. Gundekar Giebel von der Berner Gesundheitsdirektion rechnet damit, dass in der ersten Novemberwoche weitere Altersgruppen zur zweiten Auffrischungsimpfung zugelassen werden.
Im November könnten im Kanton Bern auch 16- bis 65-Jährige zu den Boosterimpfungen zugelassen werden.
© Keystone
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In den vergangenen Wochen hat die Zahl der Covid-19-Infektionen im Kanton Bern weiter zugenommen. Vor zwei Wochen hatte sich 7500 Personen testen lassen, bei einer Positivitätsrate von 40 Prozent. Vergangene Woche waren von den 9500 Personen, die sich testen liessen, 46 Prozent positiv. Vergleichbar mit der Situation im Sommer sei die Lage aber noch nicht, sagt Gundekar Giebel von der Berner Gesundheitsdirektion. In der ersten Juliwoche verzeichnete man bei den Getesteten eine Positivitätsrate von über 50 Prozent.

Bisher 80'000 Personen mit der zweiten Boosterimpfung erreicht

Bereits seit Juli sind über 80-Jährige zur zweiten Auffrischungsimpfung zugelassen. Am 10. Oktober wurde die Freigabe auf Personen über 65 Jahren, besonders gefährdete Personen und Gesundheitspersonal ausgeweitet.

«Bisher sind wir bei circa 80'000 Personen, die den zweiten Booster gemacht oder sich zum Impfen angemeldet haben», sagt Giebel. Das bedeute, dass man bereits die Hälfte der Zielgruppe erreicht habe. Aktuell gibt es noch rund 18'000 freie Termine. «Das entspricht sehr unseren Erwartungen», so Giebel.

Viele können sich noch gar nicht früher impfen lassen

Doch warum die gestaffelte Impfung im Kanton Bern? Wichtig sei, dass die Personen, bei denen vom BAG eine vorgängige Impfung empfohlen wird, die Möglichkeit dazu erhalten, führt Giebel aus. «Sobald man merkt, dass Terminbuchungen zurückgehen, öffnet man für die anderen.» Gundekar Giebel erwartet, dass dies in der ersten Novemberwoche der Fall sein wird.

Auf die Frage, ob man mit dieser Öffnung mit Blick auf die kalte Jahreszeit nicht zu spät kommt, antwortet der Sprecher der Gesundheitsdirektion, dass sich ein grosser Teil der Bevölkerung ohnehin gar nicht impfen dürfe, weil sie sich im Sommer mit Covid-19 infiziert hätten. «Man muss ja mindestens 4 Monate warten», sagt Giebel. Dazu kommt, dass der Impfschutz während 3-4 Monaten aktiv sei, womit man sich mit diesem Termin genau in den Wintermonaten bewege.

Kommt die Maskenpflicht zurück?

Auf eine Frage zu einer Wiedereinführung der Maskenpflicht hält sich die Gesundheitsdirektion noch bedeckt. Die Gesundheitsdirektorenkonferenz werde sich diese Woche zu möglichen Massnahmen bei steigenden Infektionszahlen äussern und ein koordiniertes Vorgehen über die ganze Schweiz empfehlen.

Doch unwahrscheinlich ist ein solcher Fall nicht. Weiter sagt Giebel: «Falls es im Kanton Bern zu weiteren Infektionswellen kommt, etwa mit neuen Virenvarianten, gehört Maskentragepflicht in Innenräumen zu einer der ersten Massnahmen, die in solchen Paketen vorgesehen ist.»

(dak)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 17. Oktober 2022 21:04
aktualisiert: 17. Oktober 2022 21:04