Bis zu 4000 zusätzliche PET-Sammelstellen geplant

Der Verein PET Recycling Schweiz plant tausende neue Sammelstellen vor allem an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. (Symbolbild)
Der Verein PET Recycling Schweiz plant tausende neue Sammelstellen vor allem an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. (Symbolbild) © KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
In der Schweiz sollen an stark frequentierten Tram- und Busstationen bis zu 4000 zusätzliche PET-Sammelstellen entstehen. Mit dem Plan will der Verein PET Recycling Schweiz in den kommenden fünf Jahren die Recycling-Quote von heute 83 auf rund 90 Prozent erhöhen.

Für PET-Flaschen gibt es heute in der Schweiz 50’000 Sammelstellen etwa bei Detailhändlern, in Büros, Schulen oder Freizeitanlagen. Doch noch immer würden grosse Mengen an PET verloren gehen, die entweder im gewöhnlichen Abfall oder auf der Strasse landen würden, sagte PET-Recycling-Schweiz-Geschäftsführer Jean-Claude Würmli der Zeitung «Schweiz am Wochenende» von «CH Media» vom Samstag.

An vielen Haltestellen des öffentlichen Verkehrs stehen demnach gewöhnlich nur einfache Abfallkübel. «Da verlieren wir täglich eine sehr grosse PET-Menge», wird Würmli zitiert. Er geht davon aus, dass von den 22’000 Haltestellen im öffentlichen Verkehr rund 20 Prozent stark frequentiert sind.

Erste Pilotprojekte für Sammelstationen an Haltestellen sind dem Bericht zufolge bereits am Laufen, etwa in Bern, Baden AG, Morges VD, Genf sowie in den Tessiner Orten Chiasso, Melide und Locarno.

Das Schweizer Recycling-System ist jüngst wieder Thema im Nationalrat. Eine neue parlamentarische Initiative von Alois Gmür (CVP/SZ) fordert im Kampf gegen die Abfallverschmutzung die Einführung eines Pfands auf Getränkeflaschen und Alu-Dosen. Der Nationalrat hatte die Forderung bisher wiederholt abgelehnt. Recycling-Organisationen befürchten eine Reduzierung der Zahl der Sammelstellen und damit verbunden der Recycling-Quote.

(SDA)


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