Brasilien gewinnt Copa-America

Der Matchwinner und spätere Rotsünder Gabriel Jesus feiert seinen Treffer zum 2:1
Der Matchwinner und spätere Rotsünder Gabriel Jesus feiert seinen Treffer zum 2:1 © KEYSTONE/AP/NATACHA PISARENKO
Brasilien gewinnt zum neunten Mal die Copa America. Der Gastgeber setzt sich gegen Überraschungsfinalist Peru im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro 3:1 durch. Die wegweisenden Tore fielen in der ersten Halbzeit. Everton und Gabriel Jesus trafen für Brasilien.

Für Peru glich Paolo Guerrero per Handspenalty zwischenzeitlich aus. Eine unglückliche Figur machte bei Peru der ehemalige Basler Verteidiger Carlos Zambrano, der das 1:2 und den späten Penalty zum 1:3 verschuldete.

Wegen einer Gelb-Roten Karte gegen Gabriel Jesus spielte Brasilien in den letzten 20 Minuten in Unterzahl. Der Stürmer von Manchester City stieg etwas zu vehement in ein Kopfballduell mit Zambrano. Kurz zuvor war Jesus von Zambrano hart vom Ball getrennt worden. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Richarlison nach einem Foul von Zambrano im Strafraum.

Für die Seleção ist es der erste bedeutende Erfolg seit dem letzten Triumph an der Copa America vor zwölf Jahren. Fünf seiner neun Titel errang Brasilien an der Südamerika-Meisterschaft in der Heimat. Rekordsieger ist Uruguay mit 15 Siegen vor Argentinien (14).

Im zweiten Duell mit Peru nach dem 5:0-Kantersieg in der Gruppenphase war Brasilien bei numerischen Gleichstand erneut überlegen. Nach einer Viertelstunde verwertete Linksaussen Everton eine Flanke von Gabriel Jesus zur Führung, das 2:1 markierte Gabriel Jesus nach einem Ballgewinn von Roberto Firmino und einem Ausrutscher Zambranos im dümmsten Moment. Die Peruaner kamen durch Altmeister Guerrero zum Ausgleich, nachdem Thiago Silva den Ball im Fallen mit dem Arm berührt hatte. In Überzahl wurde Peru zwar gefährlicher, Brasilien hielt sich aber schadlos und konnte nach Richarlisons 3:1 in der 90. Minute vorzeitig aufatmen.

Brasiliens grösster Star Neymar fehlte am Heimturnier wegen einer Knöchelverletzung. Die Absenz des auch am Zuckerhut nicht unumstrittenen Egozentrikers und Supertechnikers blieb ohne negative Folgen. Im Gegenteil: Ohne Neymar marschierten die Brasilianer als gut funktionierendes Kollektiv zum verdienten Triumph.

Rio de Janeiro (Maracanã). – 69’906 Zuschauer. – SR Tobar (CHI). – Tore: 15. Everton 1:0. 44. Guerrero (Handspenalty) 1:1. 45. Jesus 2:1. 90. Richarlison (Foulpenalty) 3:1.

Brasilien: Alisson; Dani Alves, Marquinhos, Thiago Silva, Alex Sandro; Arthur, Casemiro; Gabriel Jesus, Coutinho (77. Eder Militao), Everton (92. Allan); Firmino (75. Richarlison).

Peru: Gallese; Advincula, Zambrano, Abram, Trauco; Tapia (82. Gonzales), Yotun (78. Ruidiaz); Carrillo (86. Polo), Cueva, Flores; Guerrero.

Bemerkungen: Peru ohne Farfan (verletzt). 70. Gelb-Rote Karte gegen Gabriel Jesus (Foul). Verwarnungen: 30. Gabriel Jesus (Foul). 49. Tapia (Foul). 53. Thiago Silva (Foul). 68. Zambrano (Foul). 84. Advincula (Foul). 91. Richarlison (Unsportlichkeit).

(SDA)


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