BTS: Bund zahlt 1,56 Milliarden Franken

Regierungsrätin Carmen Haag, Bauleiter Peter Imbach und Kantonsingenieur Andy Heller informieren über den Stand der BTS.
Regierungsrätin Carmen Haag, Bauleiter Peter Imbach und Kantonsingenieur Andy Heller informieren über den Stand der BTS. © zVg
Mit der Bodensee Thurtal Strasse (BTS) soll der Kanton Thurgau ans Nationalstrassennetz angeschlossen werden. Der Bund übernimmt die 1,56 Milliarden Franken für die 33 Kilometer lange Autostrasse.

Die Bodensee Thurtal Strasse (BTS) ist eine Hochleistungsstrasse und führt von Bonau (Wigoltingen) bis Arbon. Vor sieben Jahren stimmten die Thurgauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Erweiterung des kantonalen Strassennetzes zu. Die Kosten schätzt der Kanton auf 1,56 Milliarden Franken, wie Kantonsingenieur Andy Heller am Donnerstag vor den Medien sagt.

Parallel zum ersten Abschnitt der BTS von Arbon nach Amriswil baut der Kanton die Oberland Strasse (OLS) von Amriswil bis Kreuzlingen. Diese Strasse kostet rund 225 Millionen Franken und wird vom Kanton finanziert. Das Bauprojekt muss vom Grossen Rat abgesegnet werden. Vorausgesetzt die Finanzierung sei gewährleistet, werde es dazu keine Volksabstimmung mehr geben, sagt Heller.

800 statt 310 Millionen Franken

Die erste Etappe der BTS von Arbon West bis Amriswil West/Oberaach hatten die Planer bereits vor zwei Jahren präsentiert. Die einspurige Strasse ist nicht richtungsgetrennt und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 Stundenkilometer. Statt der ursprünglich geschätzten 310 Millionen Franken wird dieser Abschnitt allerdings 800 Millionen Franken kosten.

Beim nun vorgelegten zweiten Abschnitt von Amriswil zum A7-Anschluss bei Bonau war die Kostenschätzung laut dem Kantonsingenieur korrekt. Auf der zweiten Etappe soll eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde gelten. Vorgesehen sind zweispurige Überholstrecken, welche mit einer Mittelleitplanke versehen werden.

Projekt geht an Bund über

Nachdem der zweite Abschnitt der BTS den tangierten Gemeinden, den Verbänden und der Bevölkerung vorgestellt wird, werde das generelle Projekt im Sommer an den Bund übergeben.

In der Frühjahrssession hatte der Nationalrat die BTS überraschend in den Ausbauschritt 2019 aufgenommen, allerdings wurde noch kein Kredit gesprochen. Nun geht das Geschäft in der Sommersession weiter an den Ständerat. Die Planer gehen davon aus, dass die BTS spätestens in gut 20 Jahren gebaut sein wird.

(SDA/red.)


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