Budget steht, Strecken noch nicht ganz

Richard Chassot, der Sportdirektor des Organisationskomitees, spricht in Martigny über den Stand der Dinge
Richard Chassot, der Sportdirektor des Organisationskomitees, spricht in Martigny über den Stand der Dinge © KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD
Rund eineinhalb Jahre vor Beginn der Strassen-Weltmeisterschaften in Aigle und Martigny ist die Organisation des Grossanlasses aufgegleist. Die Planung und Durchführung der Rennen vom 20. bis 27. September 2020 wurde einem Verein übertragen, der von den Initianten der Kandidatur gegründet wurde.

Die Organisatoren operieren mit einem Budget von 17 Millionen Franken. Die öffentliche Hand beteiligt sich mit 11,8 Millionen Franken, davon stammen 5 Millionen vom Bund. «Noch fehlen uns zwei Millionen, davon eine Million für Sponsoring», bestätigte Alexandre Debons, der sich zusammen mit Grégory Devaud das OK-Präsidium teilt. Als Generalsekretärin amtet Corinne Rimet-Baume. Die Suche nach Sponsorengeldern verlaufe auch deshalb nicht ganz einfach, weil mit dem Weinfest «Fête des Vignerons» und den Olympischen Jugendspielen 2020 in Lausanne in der Region weitere Grossanlässe bevorstehen, so Debons.

Die Verantwortung für den sportlichen Teil der WM trägt der frühere Schweizer Radprofi Richard Chassot. “Unsere grösste Herausforderung ist es im Moment, die Strecken für sämtliche Kategorien (Elite, U23 und Junioren – Red.) festzulegen”, sagte der Direktor der Westschweizer World-Tour-Rundfahrt Tour de Romandie. Bereits fest steht, dass alle elf Rennen im Stadtzentrum von Aigle, dem Hauptsitz des Radsport-Weltverbandes UCI gestartet werden. Das Ziel befindet sich in Martigny.

Auf Wunsch der UCI wird das Strassenrennen einen mehrmals zu befahrenden Rundkurs enthalten. Noch sei aber unklar, wie oft diese Schlaufe zu bewältigen sei, so Chassot. Reine Sprinter werden es in der Romandie wohl schwer haben. Mit der Petite Forclaz stellt sich den Fahrern auf dem Rundkurs eine 3,8 km lange Steigung mit 475 Höhenmetern in den Weg. Gemäss Chassot ist geplant, diesen Anstieg sechs- bis neunmal zu bewältigen. Die Zeitfahren – einschliesslich dem Staffel-Teamzeitfahren für Mixed-Nationalteams – werden hingegen auf einem flachen Kurs ausgetragen.

2020 finden in der Romandie erstmals überhaupt Strassen-Weltmeisterschaften statt. Letztmals wurden 2009 in Mendrisio in der Schweiz WM-Medaillen vergeben. 2024 kommt die Deutschschweiz mit Bern oder Zürich als WM-Austragungsort zum Handkuss.

(SDA)


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