Büchel enttäuscht in Rabat

Selina Büchel kam in Rabat nicht wie gewünscht auf Touren
Selina Büchel kam in Rabat nicht wie gewünscht auf Touren © KEYSTONE/WALTER BIERI
Selina Büchel belegt am Diamond-League-Meeting in Rabat über 800 m den 9. und letzten Platz.

Mit 2:02,20 Minuten verpasst die 27-jährige Toggenburgerin ihre Anfang Juni in Prag erzielte Saisonbestzeit um 71 Hundertstel.

Büchel wendete die gleiche Taktik an wie beim 2. Rang drei Tage zuvor in Oslo.

Sie reihte sich erneut hinten ein. Diesmal gelang es ihr aber nicht, sich nach vorne zu kämpfen. Allerdings war das Niveau auch deutlich höher als in der norwegischen Hauptstadt – die Kenianerin Nelly Jepkosgei siegte in 1:59,50 Minuten. Büchel steigerte sich im Vergleich zu Oslo um zwölf Hundertstel, hatte jedoch mehr erwartet.

«Nach 500 m fühlte ich mich noch ziemlich gut», sagte Büchel. «Ich hatte das Gefühl, mitlaufen zu können. 200 m vor dem Ziel war ich dann allerdings leer und konnte nichts mehr machen.» Dementsprechend gross war ihre Enttäuschung. «Es ist ein sehr schlechter Saisoneinstieg, noch ein bisschen schlechter wie im vergangenen Jahr», so Büchel. Eine Erklärung dafür hat sie nicht. «Ich gehe nun zurück ins Training und hoffe, es in den Griff zu bekommen.»

Die zweifache Hallen-Europameisterin über 800 m hatte auf diese Saison hin nach mehr als zehn Jahren die erfolgreiche Zusammenarbeit mit ihren Jugendtrainern Marlis und Urs Göldi beendet. Ihr neuer Trainer ist Louis Heyer, der Cheftrainer Lauf bei Swiss Athletics, mit dem sie schon in den letzten Jahren rund um internationale Meisterschaften mit Erfolg zusammengearbeitet hat.

Für eine Topleistung in Rabat zeichnete Genzebe Dibaba über 1500 m verantwortlich. Die äthiopische Weltrekordhalterin verbesserte mit 3:55,47 Minuten die eigene, am 6. Juni in Rom erzielte Jahresweltbestleistung um 81 Hundertstelsekunden. In diesem Jahrhundert waren nur Dibaba selber sowie die Britin Laura Muir (3:55,22) und Türkin Süreyya Ayhan-Kop (3:55,33) schneller.

Eine weitere Jahresweltbestmarke gelang dem Äthiopier Getnet Wale über 3000 m Steeple. Er steigerte die bisherige Bestzeit des Kenianers Benjamin Kigen um zwölf Hundertstel auf 8:06,01 Minuten.

(SDA)


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