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Coronavirus

80-prozentige Durchseuchung – reicht sie aus?

2. Oktober 2021, 09:11 Uhr
Fachleute rechnen damit, dass rund 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung Antikörper gegen das Coronavirus aufweisen. Trotzdem ist das wohl nicht genug, um eine Herdenimmunität zu erreichen.
Die Impfkampagne trägt dazu bei, dass immer mehr Menschen Corona-Antikörper im Blut haben. (Symbolbild)
© KEYSTONE/Ti-Press/PABLO GIANINAZZI

«Über die ganze Schweiz betrachtet werden wir bald eine Seroprävalenz von 75 bis 80 Prozent sehen», sagt Milo Puhan, Leiter des wissenschaftlichen Programms «Corona Immunitas» der Universität Zürich, gegenüber der «Schweiz am Wochenende».

In erster Linie hat das mit der Impfquote zu tun, 74 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind mindestens einmal geimpft. Hinzu kommen Genesene – auch wenn ihr Anteil nur geschätzt werden kann, weil das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hierzu keine genauen Zahlen nennt.

Die Situation ist laut dem Epidemiologen Marcel Tanner zwar erfreulich. Die Durchseuchung reiche allerdings noch nicht aus, um – ähnlich wie in Dänemark – zurück zur Normalität zu gelangen. Nicht jede Person mit Antikörpern im Blut sei gleich gut geschützt. Nach einer Impfung ist die Antikörperantwort deutlich verlässlicher als nach einer Genesung, wie Expertinnen und Experten immer wieder betonen.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. Oktober 2021 09:11
aktualisiert: 2. Oktober 2021 09:11