Schweiz

BAG korrigiert sich: Die meisten Coronainfektionen passieren im Familienumfeld

2. August 2020, 18:21 Uhr
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) von Direktor Pascal Strupler (r.) hat am Freitag falsche Ansteckungszahlen veröffentlicht. Nun korrigiert es sich.
© Anthony Anex / KEYSTONE
Nicht im Ausgang, sondern im Kreis der Familie stecken sich in der Schweiz die meisten Menschen mit dem Coronavirus an. Das meldet am Sonntag das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und korrigiert damit frühere Angaben.

(sat) Noch am Freitag hatte der Bund gemeldet, die meisten rückverfolgbaren Ansteckungen mit dem Coronavirus würden in Clubs passieren. Das ist falsch. Für diesen Fehler «entschuldigt» sich das BAG am Sonntag in einer Mitteilung. Passiert sei der Fehler bei der Auswertung, wobei Zahlen in einer Tabelle falschen Ansteckungsorten zugeteilt worden seien.

Korrekt ist: Zwischen dem 16. Juli und dem 1. August geschahen 27,2 Prozent der laborbestätigten und rückverfolgbaren Ansteckungen in der Schweiz mit dem Coronavirus im Familienkreis. An zweiter Stelle stehen mit 12,5 Prozent Ansteckungen an Orten, welche die Ärzte in dem Formular nicht ankreuzen können. Auf Platz drei der Hitparade der Ansteckungsorte liegt die Arbeit (8,7 Prozent). Der grösste Anteil der Ansteckungen (39,8 Prozent) kann jedoch nicht genau zugeordnet werden.

Ansteckungen im Ausgang sind dagegen äusserst selten: Auf Besuche von Bars und Restaurants können lediglich 1,6 Prozent der rückverfolgbaren Coronainfektionen zurückgeführt werden. Auf Discos und Clubs entfallen 1,9 Prozent und bei Privatfesten stecken sich 3 Prozent an.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 2. August 2020 18:21
aktualisiert: 2. August 2020 18:21