25. Februar

Ein Jahr seit erstem Fall: Diese Ereignisse gehen in die Geschichte ein

25. Februar 2021, 09:28 Uhr
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Quelle: Keystone-SDA

Der erste bestätigte Coronafall in der Schweiz jährt sich heute Donnerstag zum ersten Mal. Es war ein Jahr im Ausnahmezustand. Hier die wichtigsten Ereignisse.

Am 25. Februar 2020 informierte der Bundesrat über den ersten positiven Coronafall in der Schweiz. Seither gingen Restaurants und Läden auf und wieder zu, zwei Wellen rollten über unser Land. Nun startet der Exit aus dem zweiten Shutdown.

Erster Coronafall in der Schweiz

Niemand hatte anfangs so wirklich daran geglaubt, dass das Virus, welches zuerst im chinesischen Wuhan ausbrach, auch in die Schweiz überschwappen könnte. Doch dann erfasste Corona Italien und auch wir mussten Vorkehrungen treffen. Am 25. Februar 2020 wurde die erste Infektion mit dem Coronavirus in der Schweiz entdeckt. Betroffen war ein Mann aus dem Tessin. Einen Tag darauf wurden zwei Fälle im Kanton Graubünden gemeldet. Am 28. Februar stufte der Bundesrat die Situation als «besondere Lage» ein und stellte ein Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen auf. Konzerte oder die Fasnacht fielen ins Wasser.

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Quelle: TVO

Start des Lockdowns

Auf einmal hörte man täglich von Coronafällen in der Schweiz. Der Bund erliess und verschärfte Hygieneregeln und seine Kampagne. Der Kanton Tessin rief anfangs März den Notstand aus. Am 16. März ging die Schweiz in den Lockdown. Restaurants, Läden, Bars, Schulen sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wurden geschlossen. Nur Lebensmittelläden, Apotheken, Banken oder die Post blieben offen. Die Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich wurden kontrolliert.

Grösste Rückholorganisation 

Tausende von Schweizerinnen und Schweizern hingen im März 2020 im Ausland fest. Am 24. März landete die erste Maschine mit im Ausland gestrandeten Schweizern in Zürich. Das Eidgenössische Departement für äussere Angelegenheiten (EDA) sprach von der grössten Rückholaktion aller Zeiten. Insgesamt 7255 Personen wurden gemäss Bericht in die Schweiz zurückgeholt.

Solidarität

«Bleiben Sie zu Hause», Hygiene- und Abstandsregeln einhalten: Drei Anweisungen, die bis heute gelten. Es war und ist zäh, während des Shutdowns zu Hause zu bleiben. Der Bundesrat riet Mitte März 2020, dass ältere und vorerkrankte Menschen daheim bleiben sollen. Dies löste eine Welle der Solidarität aus. Facebook-Gruppen, Nachbarn oder sonstige Organisationen halfen gefährdeten Menschen und sich gegenseitig.

Grenzschliessung

Am 11. März 2020 schlossen Grenzwachtkorps den Grenzübergang San Pietro di Stabio zwischen der Schweiz und Italien mit Gittern. Kurze Zeit später gingen auch die Grenzen zu Österreich oder Deutschland zu. Die Bilder vom Doppelzaun zwischen Konstanz und Kreuzlingen:

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Quelle: TVO

Die ersten Lockerungen 

Am 27. April kehrte das erste Mal wieder etwas Normalität ein: Coiffeure, Baumärkte, Gartencenter oder Blumenläden öffneten. Im Mai konnte man wieder in die Fitnesszentren und Restaurants. Erst am 6. Juni wurden Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen erlaubt, am 22. Juni solche mit bis zu tausend.

Das erste Heimspiel des FC St.Gallen nach dem Lockdown:

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Quelle: TVO

Massenweise Bananebrote und Veloboom

Ferien im Ausland? Eher schwierig. Am Abend ein Bier trinken oder am Wochenende in den Ausgang? Fehlanzeige. Die Coronakrise machte einige von uns träge, aber auch erfinderisch. So war es auf einmal total in, Bananenbrot zu backen und das Ergebnis auf Instagram zu präsentieren. Ausserdem verkauften sich im Frühling massenweise Velos für Ausflüge in der Region (FM1Today berichtete).

Maskenpflicht

Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, doch bis Mitte 2020 trug praktisch niemand eine Maske. Zuerst wurde die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr eingeführt. Mittlerweile tragen wir die Masken in öffentlich zugänglichen Bereichen, im öffentlichen Raum, bei der Arbeit und in der Schule.

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Quelle: FM1Today

Zweite Welle 

Im Oktober stieg die Zahl der Corona-Infizierten wieder an. Es wurden Massnahmen ergriffen: Discos und Tanzlokale schlossen, für Bars und Restaurants galt die Sperrstunde 23 Uhr. Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen wurden verboten. Am 2. November wurden die Massentests eingeführt. Ebenfalls Anfang November wurden die ersten Corona-Schnelltests eingeführt.

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Quelle: FM1Today / TVO

Erste Impfung kurz vor Weihnachten

Der Impfstoff von Pfilzer/Biontech wurde am 19. Dezember zugelassen. Die erste Impfung erfolgte am 23. Dezember. Eine 90-jährige Frau im Kanton Luzern bekam die erste Corona-Impfung in der Schweiz. Mittlerweile sind über 4 Prozent der Bevölkerung geimpft.

Die Luzernerin wurde als erste Person der Schweiz geimpft. 

© Keystone

Zweiter Shutdown

Restaurants und Freizeitbetriebe mussten schon kurz vor Weihnachten schliessen. Der zweite Shutdown folgte am 18. Januar. Unter anderem wurden die Läden wieder geschlossen und eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz sowie eine Homeoffice-Pflicht eingeführt. Andauern wird dieser Zustand noch bis am 1. März.

Wie geht es weiter?

Seit dem Februar 2020 wurden 552'698 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, 23'310 Personen wurden hospitalisiert und 9256 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus (Stand 24. Februar 2021). Die Fallzahlen gehen zurück, allerdings langsamer als erwünscht. Trotzdem nimmt der Bundesrat per 1. März einen ersten Öffnungsschritt vor: Läden, Museen und Aussenbereiche von Sport- und Freizeitanlagen dürfen wieder öffnen. Ausserdem sind draussen wieder Treffen mit bis zu 15 Personen erlaubt.

(sk)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 25. Februar 2021 09:28
aktualisiert: 25. Februar 2021 09:28