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Coronavirus

Impfwoche schon gescheitert? Kantone geben Bruchteil des Geldes aus

7. November 2021, 07:55 Uhr
96 Millionen Franken stellt der Bund bereit, um Unentschlossene von der Covid-19-Impfung zu überzeugen – doch die Kantone haben bislang nicht einmal ein Fünftel davon abgeholt.
Zur Impfwoche gehören zahlreiche mobile Angebote in den Kantonen.
© Keystone

Appenzell Ausserrhoden mit einer tiefen Impfquote von 57 Prozent nimmt 65'000 Franken in Anspruch. In Innerrhoden mit 53 Prozent vollständig Geimpften sind es sogar nur 20'000 Franken. «Wir werden auch nach der Impfwoche nicht zu den Spitzenreitern gehören», sagt der Ausserrhoder Gesundheitsdirektor Yves Noël Balmer.

Auch der Thurgau gibt wenig aus

Am meisten Geld beziehen Bern (3'910'000 Franken bei 65-prozentiger Impfrate) und Zürich (2'530'000 Franken bei 67-prozentiger Impfrate). St.Gallen (58-prozentige Impfrate) hat 2'260'000 Franken abgeholt, Graubünden (65-prozentige Impfrate) 760'000 Franken und der Thurgau (58-prozentige Impfrate) 140'000 Franken. 

Insgesamt geben die Kantone bislang 17,7 Millionen Franken für die Impfkampagne aus, wie «Sonntagsblick» berichtet. Zur Verfügung stehen 96 Millionen Franken.

Ziel: 93-prozentige Impfquote bei über 65-Jährigen

Landesweit sind rund 66 Prozent der Gesamtbevölkerung und knapp 73 Prozent der über 12-Jährigen gegen das Coronavirus geimpft. Ob das ehrgeizige Ziel einer Impfquote von 93 Prozent bei den über 65-Jährigen und von 80 Prozent bei den 18- bis 65-Jährigen auch mit knapp 18 Millionen Franken erreicht werden kann?

Die nationale Impfwoche startet morgen Montag. Die Ostschweizer Kantone bieten unter anderem Impfnächte und Hypnose an, um weitere Leute zum Piks zu bringen.

(lag)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. November 2021 07:55
aktualisiert: 7. November 2021 07:55