Corona-Info

Masken am Arbeitsplatz und Grossanlässe: Kantone sollen handeln

22. Oktober 2020, 15:54 Uhr
Lukas Engelberger und Alain Berset sprechen vor den Medien.
© Keystone
Bundesrat Alain Berset und Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, haben am Donnerstag über das weitere Vorgehen im Kampf gegen Corona informiert. Die Kantone sollen schnellstmöglich Massnahmen ergreifen – damit es nicht zu einem zweiten Lockdown kommt.

«Wir versuchen, eine Überlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden, aber nicht mit einem totalen Lockdown wie im März», sagt Bundesrat Alain Berset zu Beginn der Medienkonferenz. Auch Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), macht klar, dass es nun gelte, die Dynamik der Pandemie zu brechen. «Wir wollen keinen zweiten Lockdown, auch keinen Mini-Lockdown», sagt Engelberger. Die Bevölkerung sei nun gefordert, in der Freizeit Kompromisse zu machen. «Es braucht einen Slowdown.»

Das Ziel dieser Strategien sei klar, so Berset: Kurve abflachen, Gesundheitssystem, Personal, Menschen und Wirtschaft schützen. «Wir sind nicht ausgeliefert», sagt Berset. «Wir sind gut vorbereitet.» Bald sollen auch Schnelltests zum Einsatz kommen.

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Quelle: CH Media Video Unit

GDK empfiehlt den Kantonen weitere Massnahmen

Lukas Engelberger betont, dass die Lage ernst sei. Die Infektionszahlen steigen exponentiell und es gibt immer mehr Hospitalisationen. In gewissen Regionen komme man an die Kapazitätsgrenzen. Daher empfiehlt die GDK den Kantonen, umgehend weitere Massnahmen zu ergreifen. Dazu zählt Engelberger unter anderem:

  • Maskenpflicht am Arbeitsplatz
  • Versammlungen von Menschen
  • Kapazitätsbeschränkungen in Betrieben
  • Einschränkung in Clubs, Amateursport etc. und auch im Restaurationsbetrieben (beispielsweise Einschränkungen von Tischgrössen).

Am Contact Tracing soll laut Engelberger festgehalten werden. «Wir müssen, wollen und werden das Contact Tracing aufrechterhalten, weiter ausbauen und organisatorisch verstärken. Das Contact Tracing war nicht für dies Fallmenge, die wir jetzt haben, konzipiert.»

Bund soll die zentralsten Verhaltensregeln definieren

«Wir wollen über die grossen Linien sprechen», so Engelberger zur Frage bezüglich der Rollenverteilung zwischen Bund und Kantonen. Man sei sich einig, dass man die wichtigsten Bereiche wie die Gesellschaft und die Wirtschaft nicht komplett einschränken wolle. Ob es auch eine einheitliche Regel für Grossveranstaltungen geben soll, will Engelberger nicht beantworten. Dies sei Thema der Konsultation in der nächsten Woche. Im Anschluss an die Konsultation könne der Bund weitere Massnahmen beschliessen. Diese würden die Bereiche Menschenansammlungen, öffentliche Einrichtungen und Veranstaltungen betreffen.

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(red.)

Die Medienkonferenz zum Nachlesen

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. Oktober 2020 13:32
aktualisiert: 22. Oktober 2020 15:54