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Coronalage

Parmelin ist «besorgt» – aber die Schweiz sei besser dran als andere Länder

10. November 2021, 15:17 Uhr
Bei seiner Medienkonferenz vom Mittwoch – eigentlich zur Tourismuspolitik – hat sich Bundespräsident Guy Parmelin zur aktuellen Coronalage geäussert. Die Situation sei beunruhigend.
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Quelle: CH Media Video Unit / Melissa Schumacher

Die Coronazahlen steigen in der Schweiz und den umliegenden Ländern seit Tagen an. Am Mittwoch meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 4150 neue Infektionen innerhalb des letzten Tages. 55 Personen wurden ins Spital eingewiesen, 14 sind verstorben. Die Intensivstationen sind zu knapp 76 Prozent ausgelastet – Covid-19-Erkrankte machen 14,5 Prozent davon aus.

Viel mehr Fälle als in der Vorwoche

Bundespräsident Guy Parmelin (SVP) zeigt sich über die hohe Zahl an Neuinfektionen beunruhigt. Am Mittwoch vor einer Woche wurden noch 2607 neue Ansteckungen gezählt, beim aktuellen Trend verdoppelt sich der Sieben-Tage-Schnitt der Neuinfektionen etwa alle zehn Tage. «Ich persönlich bin besorgt über diese Entwicklung, weil sie auch in vielen anderen Ländern der Welt zu beobachten ist», sagt der Chef des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) vor den Medien.

«Günstige Situation im Vergleich zu anderen»

Es sei «äusserst schwierig», derzeit Prognosen zu machen. «Wenn man die Zahl mit den Hospitalisationen in Relation setzt, sind wir im Vergleich zu anderen Ländern aber immer noch in einer recht günstigen Situation.»

In den Regionen des Landes mit einer hohen Impfquote sei die Inzidenz deutlich tiefer als in anderen Landesteilen – deshalb sollen laut Parmelin in der aktuellen Impfwoche so viele Unentschlossene wie möglich von den Vorteilen einer Impfung überzeugt werden.

2-G «nicht gerechtfertigt»

Ob die Massnahmen in der Schweiz nun verschärft werden, ist unklar. Eine 2-G-Regel ist hierzulande allerdings im Vergleich zu Deutschland und Österreich kein Thema, wie es am Dienstag beim Point de Presse der Expertinnen und Experten des Bundes hiess. Dass nur noch Geimpfte und vom Coronavirus Genesene Zutritt zu beispielsweise Beizen erhalten, sei in der Schweiz derzeit «nicht gerechtfertigt», sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim BAG. «Falls die Fälle und Hospitalisationen wie in Österreich ausser Kontrolle gerieten, dann wahrscheinlich schon.»

(lag)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 10. November 2021 15:21
aktualisiert: 10. November 2021 15:17