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Appenzell Ausserrhoden

Polizeikontrollen gegen Silvesterchläuse am Alten Silvester

8. Januar 2021, 15:05 Uhr
Mit Kontrollen will die Ausserrhoder Polizei am Alten Silvester (13. Januar) das traditionelle Silvesterchlausen verhindern. Die Regierung hatte wegen der Coronakrise einen Verzicht angeordnet. Trotzdem waren am 31. Dezember vereinzelte Schuppel (Gruppen) anzutreffen.
Sie tragen immer Masken - trotzdem müssen die Silvesterchläuse wegen der Coronapandemie auf ihren Brauch verzichten. Die Ausserrhoder Polizei kündigte für den Alten Silvester (13. Januar) Kontrollen an (Archivbild).
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Die Covid-Situation sei immer noch angespannt, begründete die Kantonspolizei am Freitag ihre geplanten Kontrollen. Die Ausserrhoder Regierung hatte im Dezember einen Verzicht auf das Chlausen angeordnet. Wegen der unvermeidlichen Menschenansammlungen und des Singverbots dürfe der Brauch nicht stattfinden.

Die Polizei will am 13. Januar mit Patrouillen in den Gemeinden des Appenzeller Hinterlandes (Urnäsch, Schwellbrunn, Schönenengrund, Herisau, Waldstatt, Hundwil, Stein) präsent sein und bei Verstössen einschreiten. Man werde dies «mit Augenmass» tun, sagte Polizeisprecher Marcel Wehrlin auf Anfrage.

Verzeigungen

Uneinsichtige Silvesterchläuse müssen aber mit Verzeigungen rechnen. Es gehe darum, Menschenansammlungen zu verhindern, erklärte Wehrlin, der normalerweise selber als Silvesterchlaus aktiv ist, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, allfällige Verstösse gegen die Covid-Regeln zu melden.

Der Brauch des Silvester-Chlausens in Ausserrhoden ist weit über die Region hinaus bekannt. Unzählige Gäste besuchen normalerweise den Neuen (31. Dezember) und den Alten Silvester. Zahlreiche Schuppel (kleine Gruppen) sind jeweils mit Schellen, Rollen und kunstvoll verzierten Kopfbedeckungen unterwegs.

Mit einem «Zäuerli» (Naturjodel) überbringen sie zuerst den Menschen auf den Höfen und in den Aussenbezirken ihre Neujahrswünsche. Danach geht es zum «Chlausen» weiter in die Dörfer.

Quelle: sda
veröffentlicht: 8. Januar 2021 15:17
aktualisiert: 8. Januar 2021 15:05