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Pandemie-Bewältigung

St.Gallen schneidet schlecht ab – Graubünden der Vorzeigekanton

Adrian Vögele/St.Galler Tagblatt, 12. Juli 2021, 09:23 Uhr
Auf dem drittletzten Platz klassiert sich der Kanton St.Gallen bezüglich Pandemie-Bewältigung. Zu diesem Schluss kommt die «Sonntags-Zeitung». Besonders bei der Impfgeschwindigkeit und der Übersterblichkeit konnte der Kanton nicht brillieren. Am anderen Ende der Rangliste: Graubünden.
Weniger Tests und höhere Positivitätsrate: Der Kanton St.Gallen schneidet in einer Pandemie-Auswertung der «Sonntags-Zeitung» schlecht ab. (Symbolbild)
© Getty Images

Insgesamt sieben Kriterien untersuchte die "Sonntags-Zeitung" in ihrer Auswertung: Die Übersterblichkeit, die Anzahl Tests und die Testpositivität während der zweiten Welle, die Anzahl Tage mit einer Belastung der Intensivstationen von über 90 Prozent, die Entwicklung der Arbeitslosigkeit gegenüber der Zeit vor Corona, die coronabedingten Einschränkungen auf einer Skala von 1 bis 100 und die Impfgeschwindigkeit. Der Kanton St.Gallen schnitt in fünf der sieben Kategorien unterdurchschnittlich ab.

Graubünden und Innerrhoden sind top

Wesentlich besser ging nach Einschätzung der Zeitung Graubünden mit der Krise um. Zusammen mit den beiden Basel machten die Bündner den besten Job: In sämtlichen Kategorien erreichen sie überdurchschnittliche Resultate. Auch Appenzell Innerrhoden kam gut durch die Pandemie. Einzig die Testpositivtät während der zweiten Welle war hoch. Thurgau und Ausserrhoden landeten im unteren Mittelfeld.

Kein Kommentar der St.Galler Regierung

Der St.Galler Gesundheitschef Bruno Damann möchte sich auf Anfrage des "St.Galler Tagblatts" nicht zum Artikel der «Sonntags-Zeitung» äussern, lässt aber durchblicken, dass er mit der Art und Weise der Auswertung nicht einverstanden ist. Dieses Thema müsse man «sehr genau anschauen».

Adrian Vögele/St.Galler Tagblatt
Quelle: St.Galler Tagblatt
veröffentlicht: 12. Juli 2021 09:24
aktualisiert: 12. Juli 2021 09:23