Lockerungen

Thurgau will offene Terrassen ab März – Bordellbesuche wieder möglich

21. Februar 2021, 15:25 Uhr
Das Thurgauer Regierungsgebäude in Frauenfeld. (Archiv)
© Keystone
Auch dem Kanton Thurgau gehen die vom Bundesrat vorgeschlagenen Lockerungen zu wenig weit. Er fordert eine frühzeitige Öffnung der Aussenbereiche von Beizen – und verlängert die eigenen Massnahmen nicht.

Der Thurgau stimmt dem Bundesrat grundsätzlich zu: Die epidemiologische Lage lässt erste Lockerungen des Shutdowns zu. Die geplanten Öffnungsschritte gehen der Regierung allerdings zu wenig weit. Es sei an der Zeit, der Bevölkerung «eine dringend benötigte Perspektive zu geben» und die «mittlerweile stark strapazierte Wirtschaft zu entlasten». Dies teilt der Regierungsrat am Sonntag mit.

Zuerst sollen Bereiche geöffnet werden, bei denen der Abstand eingehalten und eine Maske getragen werden kann, so die Regierung. «Gefolgt von Bereichen, in denen nur der Abstand eingehalten wird.» Als letztes sollen Öffnungen in jenen Bereichen erfolgen, in denen keines von beidem möglich ist.

Zwei-Haushalte-Regel entfällt

Die geltenden kantonalen Massnahmen – Zwei-Haushalte-Regel bei privaten Treffen und Betriebsverbot für Bordelle und Erotiksalons – werden nicht über den 28. Februar hinaus verlängert, wie der Kanton schreibt. Dass sich nur zwei Haushalte privat treffen dürfen, ist auf Bundesebene nur eine Empfehlung.

Eine ähnliche Linie wie der Kanton Thurgau verfolgen die Ostschweizer Kantone St.Gallen und beide Appenzell. Auch sie finden, dass die Lockerungsschritte zu zögerlich sind. Alle fordern eine frühere Öffnung von Beizen.

Entscheid am Mittwoch

Am vergangenen Mittwoch hatte der Bundesrat seinen Fahrplan bei den Kantonen in die Konsultation geschickt. Diese läuft noch bis kommendem Mittwoch, 24. Februar, dann will der Bundesrat über die definitiven Lockerungsschritte informieren. FM1Today berichtet live (Zeit noch unklar).

(lag)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 21. Februar 2021 15:20
aktualisiert: 21. Februar 2021 15:25