Coronavirus

Wie wird Weihnachten gefeiert? Experten des Bundes klären wichtige Fragen

20. November 2020, 17:27 Uhr
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Quelle: CH Media Video Unit

Die Fallzahlen stabilisieren sich, bleiben aber vorerst hoch. Dennoch macht sich bei den Experten des Bundes vorsichtiger Optimismus breit. Beim Point de Presse am Freitag klären sie wichtige Fragen für die nächsten Monate.


«Die Lage bleibt angespannt, ist aber beherrscht», beurteilte Virgine Masserey vom BAG die aktuelle Situation. 530 Menschen befänden sich derzeit in Intensivpflege. Die Spitäler hätten die Kapazitäten weiter erhöht. Somit liegt die Reserve derzeit bei 220 Intensivpflegeplätzen.

Wann muss ich mich testen lassen?

Das BAG pocht darauf, dass sich jeder und jede bei Corona-Symptomen sofort testen lassen müsse. Dazu zählen Fieber, Husten, Brustschmerzen, Erbrechen und Muskelschmerzen. «Im Zweifelsfall immer testen lassen», so Masserey. Das gelte bereits, wenn man morgens aufstehe und ein Kratzen im Hals spüre.

Sind die Schnelltests zuverlässig?

Die Validierungs-Studien hätten gezeigt, dass die Schnelltests zuverlässig arbeiten, sagt Virginie Masserey. Besonders bei Menschen mit Symptomen funktionieren sie gut, weil bei jenen die Virus-Last im Rachenraum sehr hoch sei.

Wann endet die Pandemie?

Eine Frage, die der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen oft zu hören bekommt. «Einen punktgenauen Ausstieg aus der Pandemie wird es nicht geben», so seine Antwort. Die Belastung der Gesellschaft soll durch potenzielle Impfstoffe erleichtert werden. So wolle man im nächsten Jahr schrittweise aus der Pandemie herauskommen und eine neue, leichtere Normalität werde greifbar.

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Darf man das Grosi zu Weihnachten einladen?

Man solle bereits zwei Wochen vor Weihnachten die sozialen Kontakte reduzieren, empfiehlt Steffen. Quasi eine vorbereitende Quarantäne, um dann am Fest das Risiko zu vermindern. So könne man dann auch die Eltern und Grosseltern einladen, ein Rest-Risiko bleibe aber.

Bei der Feier gelte auch, maximal zwei Haushalte zusammenzubringen und die Hygiene-Massnahmen einzuhalten. Für das Fondue empfiehlt Steffen entsprechend zwei verschiedene Fondue-Set.

Kann man Vereinsaktivitäten angesichts der sinkenden Fallzahlen wieder erlauben?

Diese Frage stellte eine Journalistin auf Grundlage einer Petition von Chören, die ihre Proben wieder aufnehmen wollen. Diskutierbar sei alles, antwortet Steffen. «Wir haben aber aus der ersten Welle gelernt und dürfen nun nicht die Massnahmen einfach schnell wieder aufheben und damit eine dritte Welle riskieren.»

Wie geht es der Schweizer Wirtschaft?

Das Bruttoinlandprodukt sank im Lockdown vom Frühling um circa 9 Prozent. Trotzdem schlage sich die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern relativ gut, so Ronald Indergand vom Seco. Die zweite Welle habe bisher noch keinen starken Wirtschaftseinbruch mit sich gebracht. Die steile Erholungskurve ab dem Sommer flachte im Herbst allerdings wieder vollständig ab.

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Quelle: CH Media Video Unit

Hier gibt es die ganze Point de Presse zum Nachlesen:

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. November 2020 15:26
aktualisiert: 20. November 2020 17:27