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Ab Montag

Zutritt in Spitäler nur mit 3-G: St.Galler Regierung verschärft Massnahmen

27. November 2021, 10:20 Uhr
Die St.Galler Regierung reagiert auf die steigenden Coronazahlen und beschliesst neue Massnahmen in Gesundheitsinstitutionen. Ab Montag gilt in Spitälern sowie Betagten- und Pflegeheimen für Besucher die 3-G-Pflicht. Ausserdem fordert die Regierung verstärkte Kontrollen in der Gastronomie und übrigen Betrieben.
In allen Spitälern gilt neu die 3-G-Regel für Besucher – das Kantonsspital in St.Gallen hat bereits im August eigenmächtig entschieden, Besuche nur in Ausnahmefällen und mit Zertifikat zuzulassen.
© Keystone

Die wichtigste Massnahme bleibe aber die Steigerung der Impfquote, heisst es in der Medienmitteilung der St.Galler Regierung von Samstagmorgen. «Die Zahlen aus dem Kanton zeigen deutlich, dass die Impfung zur Vermeidung von Hospitalisationen hoch wirksam ist.»

Deltavariante als Hauptgrund für Hospitalisationen

Die Anzahl Neuinfektionen steigt seit Mitte Oktober 2021 markant, vor allem bei den jüngeren Altersgruppen. Auch die Zahl der Hospitalisationen steigt – etwas verzögert – an. Bei den Spitaleintritten sei jedoch die ältere Bevölkerungsgruppe betroffen. Bei den Hospitalisationen zeigt sich auch, dass die Impfung wirkt: rund 80 Prozent der Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen sind nicht geimpft. Hauptgrund für den Anstieg sei die Deltavariante, die auch zu schweren Verläufen führt.

3-G-Pflicht für Besucher in Altersheimen und Co.

Weiter hat der Kanton St.Gallen als Sofortmassnahme beschlossen, dass Besucherinnen und Besucher von Spitälern, Betagten- und Pflegeheimen ein Covid-Zertifikat benötigen. «Mitarbeitende und Besucherinnen und Besucher über 12 Jahre von Betagten- und Pflegeheimen sowie Mitarbeitende von Organisationen zur Hilfe und Pflege zu Hause müssen dabei Mund- und Nasenschutzmaske tragen.» Diese Massnahmen sind im Kanton Thurgau bereits umgesetzt.

Vermehrte Kontrollen in Gastro

Die geltenden Regeln in Betrieben und Gastronomie müssten weiterhin zwingend eingehalten werden, heisst es in der Mitteilung. Die Gemeinden wurden bereits vergangene Woche dazu aufgerufen, vermehrt Kontrollen in Restaurationsbetrieben durchzuführen. Die 3-G-Regel soll auch für Aussenzelte gelten. So dürfen bei überdachten Aussenbereichen auf mindestens der Hälfte der Seiten keine Wände (auch nicht Plastikfolien, Blachen oder Ähnliches) vorhanden sein.

Weitere Massnahmen geplant

Die Ostschweizer Kantone St.Gallen, Thurgau, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden haben gemeinsam das weitere Vorgehen besprochen. Um die Zahl der Hospitalisationen einzudämmen, seien weitere Massnahmen erforderlich – auch wenn die Zahlen derzeit weniger steigen als die Zahl der Neuinfektionen. Die Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren werden sich am Montag über die abgestimmten Massnahmnen austauschen – so soll alles möglichst einheitlich werden.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 27. November 2021 10:00
aktualisiert: 27. November 2021 10:20