FC St.Gallen verliert Urgestein Lopar

St. Gallens Torhüter Daniel Lopar zieht es nach Australien.(Archivbild vom März 2019)
St. Gallens Torhüter Daniel Lopar zieht es nach Australien.(Archivbild vom März 2019) © Keystone/Gian Ehrenzeller
Neben Tranquillo Barnetta müssen die Fans des FC St.Gallen im Heimspiel vom Mittwochabend gegen YB auch den langjährigen Goalie Daniel Lopar verabschieden. Der Romanshorner (34) löst seinen bis 2020 datierten Vertrag mit den Ostschweizern vorzeitig auf.


Er spielte seit 2006 ununterbrochen beim FC St.Gallen und absolvierte ganze 299 Pflichtspiele in Grün-Weiss. Nun zieht es Daniel Lopar nach Australien, um dort eine neue Herausforderung anzunehmen, wie sein baldiger Ex-Club am Mittwochmittag mitteilt. «Torwart-Urgestein Daniel Lopar wird den FC St.Gallen zum Ende der laufenden Saison verlassen.» Was genau der 34-Jährige in Australien machen wird, will er zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Cupsieg und Europa-League-Gruppenphase

Der Romanshorner blieb in 83 Partien ohne Gegentor. Den grössten Erfolg seiner Karriere feierte er indes mit dem FC Wil, mit dem er 2004 als 18-Jähriger Schweizer Cupsieger wurde. Mit dem FCSG erreichte er nach dem Wiederaufstieg 2011/12 in der Folgesaison den dritten Platz in der Super League und qualifizierte sich anschliessend unter Trainer Jeff Saibene nach einem unvergessenen 4:2-Auswärtssieg bei Spartak Moskau für die Gruppenphase der Europa League.

Im Januar 2018 entschied der damalige Trainer Giorgio Contini, dass er im Tor fortan nicht mehr auf Daniel Lopar, sondern Dejan Stojanovic (25) setzen wolle. Es war nicht das erste Mal, dass das Urgestein seinen Stammplatz zwischen den Pfosten verlor. In den laufenden Saison absolvierte Lopar lediglich drei Spiele für den FC St.Gallen.

«Verein für immer im Herzen»

Lopar sagt in einer Videobotschaft: «Gemeinsam mit meiner Familie habe ich mich entschieden, eine Erfahrung im Ausland zu machen. (…) Ich bin dankbar, dass ich ein Teil dieses Vereins sein durfte. Ich werde im Herzen für immer mit ihm verbunden bleiben.» Im Juli 2017 waren der Goalie und seine Ehefrau Stefanie zum ersten Mal Eltern geworden. Das Mädchen heisst Lara (FM1Today berichtete).

Präsident Hüppi bedankt sich

Der gebürtige Thurgauer sei in all den Jahren «stets ein sicherer Wert» gewesen, sagt FCSG-Präsident Matthias Hüppi. Er habe alle Höhen und Tiefen miterlebt und «massgeblich das Gesicht des Vereins mitgeprägt». Nun habe Lopar zum Ende seiner Karriere hin noch einmal die Möglichkeit, seine Stärken voll einzubringen, meint Hüppi weiter. «Er hat mit uns über diese Möglichkeit gesprochen und dass er diese Chance auf ein Abenteuer für sich selbst und seine Familie nicht verpassen möchte. Der ganze Verein bedankt sich bei Daniel Lopar für seine Verdienste und seine Treue.»

(pd/red.)


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