Daran lag Ueli Maurers Englisch-Panne

Unterhielten sich in Englisch über die Wirtschaftsbeziehungen der USA und der Schweiz: Donald Trump und Ueli Maurer.
Unterhielten sich in Englisch über die Wirtschaftsbeziehungen der USA und der Schweiz: Donald Trump und Ueli Maurer. © Keystone/AP/Manuel Balce Ceneta
Lange Pausen, schweizerdeutsche Hilfeleistungen des Kommunikationschefs und holpriges Englisch: Bundespräsident Ueli Maurer (SVP) hat während eines Interviews Mühe, die Fragen einer US-Journalistin zu verstehen. Jetzt ist der Grund für die ungewollt komische TV-Panne bekannt.

US-Präsident Donald Trump (72) hat am Donnerstag den Schweizer Bundespräsidenten Ueli Maurer (68) im Weissen Haus empfangen. Die beiden unterhielten sich rund 40 Minuten über ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen ihren Ländern sowie das Schutzmachtmandat, durch das die Schweiz die US-Interessen im Iran vertritt (FM1Today berichtete). Zum Schluss verewigte sich Maurer im Gästebuch mit drei Fehlern: «Withe House», «togethe» und «Präsident Switzerland».

«Trump hat gutes Bild der Schweiz»

Trump sei sehr offen, kommunikativ, direkt und unkompliziert, lobte Bundespräsident Maurer seinen Gesprächspartner. «Er hat offenbar ein sehr gutes Bild der Schweiz.»

Da hat Ueli Maurer ja nochmal Glück gehabt. Denn im Netz machten sich viele lustig über seine stümperhaften Englischkenntnisse. Bei einem Interview mit CNN hatte der 68-Jährige, sagen wir mal, etwas Mühe mit dem Beantworten der Fragen. Aussagen wie «I can nothing say to this issue» gingen dem Bundespräsidenten über die Lippen. Fragen der Journalistin – vor allem zur angespannten Lage zwischen den USA und dem Iran – liess er sich nach Sekunden des Schweigens erst einmal vom Kommunikationschef ins Schweizerdeutsche übersetzen.

Kommunikationschef: «Mein Fehler»

Nun erklärt Peter Minder, Leiter der Kommunikation im Finanzdepartement, wie es zu diesem fragwürdigen Auftritt kommen konnte. Gegenüber SRF sagt er, dass das Duplex-Interview mit CNN «äusserst kurzfristig» zustande gekommen sei. Aufgrund dieser «extremen Kurzfristigkeit» und der «schlechten Verständlichkeit» hätte es nicht zugelassen werden sollen, räumt Minder weiter ein. «Mein Fehler.»

Das Gespräch mit Trump sei hingegen gut gelaufen, «in entspannter Atmosphäre in englischer Sprache». Denn: «Bundespräsident Ueli Maurer spricht fliessend und frei Englisch.»

(lag)


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