Belgien sichert sich Platz 3

Kevin De Bruyne (Mitte) freut sich mit Eden Hazard (links) und Dries Mertens über das 2:0.
Kevin De Bruyne (Mitte) freut sich mit Eden Hazard (links) und Dries Mertens über das 2:0. © Keystone/AP/Petr David Josek
Belgien erreicht das beste Resultat seiner WM-Geschichte. Die Mannschaft von Roberto Martinez gewinnt in St. Petersburg das Spiel um Platz 3 gegen England mit 2:0.

Noch am Samstag trat Belgien die Heimreise von St. Petersburg nach Brüssel an. Einen Tag zu früh werden sich nicht nur belgische Fans denken. Denn die «Diables Rouges» waren eine der grossen Attraktionen des Turniers. Sie wurden nicht nur wie in den vergangenen Jahren hoch eingeschätzt, sondern sie lieferten auch. In den sieben WM-Spielen resultierten sechs Siege, den letzten gegen England sicherten Thomas Meunier (4.) und Eden Hazard (82.) mit ihren Toren.

Meunier war der zehnte belgische Spieler, der in Russland mindestens einen Treffer erzielte. Die belgische Mannschaft, die unter Martinez in den letzten zwei Jahren nur zwei von 27 Partien verloren hat, zeigte eine beeindruckende Ausgeglichenheit. Zehn verschiedene Torschützen aus dem gleichen Team gab es bei einer WM erst zweimal: 2006 schaffte das Italien, 1982 Frankreich.

Der 3. Platz kann die Belgier nicht vollends zufrieden stellen, er ist aber nichtsdestotrotz historisch. Hazard und Co. schneiden damit besser ab als ihre Vorgänger von 1982, die nach dem Halbfinal-Out das Klassierungsspiel gegen Frankreich verloren hatten. «Das ist eine wunderbare Leistung, das haben meine Spieler verdient», sagte Martinez. «Wir sind zu einer Mannschaft geworden, die alles erreichen kann.»

Wenige Tage nach der Halbfinal-Niederlage gegen Frankreich beendeten die Belgier das Turnier mit einer positiven Note, während England in der mehrheitlich tempoarmen Partie wenig zustande brachte. Immerhin stemmten sich die Engländer in der zweiten Halbzeit gegen die Niederlage. Nachdem Harry Kane, mit seinen sechs Toren auf bestem Weg zum Torschützenkönig, noch vor der Pause den Ausgleich aus guter Position verpasst hatte, bot sich später Eric Dier die beste Möglichkeit zum 1:1. Der Mittelfeldspieler, einer von fünf Engländern, die im Vergleich zum gegen Kroatien verlorenen Halbfinal in die Startformation befördert wurden, verpasste den Ausgleich in der 70. Minute nur um Zentimeter. Toby Alderweireld rettete auf der Torlinie.

Belgien verteidigte und konterte. Romelu Lukaku, der noch Ambitionen auf die Torjägerkrone hegen durfte, verstolperte zwei gute Bälle vor dem englischen Tor. Den Schlusspunkt setzte schliesslich Belgiens Bester: Eden Hazard. Der begnadete Dribbler schoss acht Minuten vor Schluss nach einem Konter das 2:0.

(SDA)


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