«Deppenfalle» bekommt eine Warnblinkanlage

Ein Bild mit Replay-Charakter: Immer wieder bleiben zu hohe Fahrzeuge in der Unterführung beim Bahnhof Frauenfeld stecken.
Ein Bild mit Replay-Charakter: Immer wieder bleiben zu hohe Fahrzeuge in der Unterführung beim Bahnhof Frauenfeld stecken. © Kapo TG
Sie ist der Schrecken unaufmerksamer Lieferwagenfahrer im Thurgau: die Frauenfelder «Deppenfalle». Nun bekommt die Unterführung beim Bahnhof eine elektronische Warnblinkanlage, damit auch der letzte «Depp» merkt, dass sein Fahrzeug nicht unter der Unterführung hindurch passt.

2002 wurde die Unterführung an der Rheinstrasse am Bahnhof Frauenfeld eröffnet und seither kracht es dort regelmässig. Unerfahrene Lenker von Transportfahrzeugen achten nicht auf die Höhenbegrenzung von 2,70 Metern und bleiben stecken, seither über 57 Mal. Ab kommender Woche wird dem mit auffälligen Warnblinkleuchten und Tempo 30 ein Ende bereitet.

Messung mit Laser

Wenn die Autofahrer in den Bereich der Unterführung kommen, ist neu Tempo 30 signalisiert. «Das Fahrzeug wird dann mit einem Laser gemessen und wenn es zu hoch ist, warnt die Anlage den Fahrzeuglenker mit Wechselblinkern», sagt Peter Zollinger, Ressortleiter Verkehrs- und Elektrotechnik des Thurgauer Tiefbauamtes.

In Absprache mit der Stadt Frauenfeld hat sich das Tiefbauamt zu dieser zusätzlichen Warninstallation entschieden. «Wie man gesehen hat, reicht die aktuelle Markierung nicht.» Bereits im vergangenen September war die Massnahme angekündigt worden. Die Gesamtkosten der neuen Installation sollen rund 50’000 Franken betragen, wurde damals geschätzt.

Unterführung wird für Installation gesperrt

Die Wechselblinkanlage wird diesen Donnerstagmorgen, am 20. Juni, installiert. Die Unterführung wird in dieser Zeit gesperrt, eine Umleitung wird signalisiert. Ist die Wechselblinkanlage installiert, kann sie sofort in Betrieb genommen werden.

Eine ähnliche Warnanlage gebe es bereits am Flughafen Zürich und beim Eingang zur Shopping Arena in St.Gallen, sagt Peter Zollinger.

(enf)


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