Jakob Ingebrigtsen triumphiert erneut

Die Ingebrigtsen-Brüder nach dem Zieleinlauf: Sieger Jakob (links) und Silbermann Henrik.
Die Ingebrigtsen-Brüder nach dem Zieleinlauf: Sieger Jakob (links) und Silbermann Henrik. © KEYSTONE/AP/MARTIN MEISSNER
Ein Ausrufezeichen setzt am Samstagabend in Berlin Jakob Ingebrigtsen. Der 17-jährige triumphiert 24 Stunden nach seinem Sieg über 1500 m auch über 5000 m durch.

Auf der Zielgeraden gab es für den Norweger kein Halten mehr. Hinter dem zweifachen Europameister jubelte sein Bruder Henrik, der Silber gewann. «Hauptsache, WIR haben Gold gewonnen», betonte Henrik.

Die drei Ingebrigtsen-Brüder sind seit Jahren erfolgreich unterwegs: Henrik – der mit dem Schnauz – war 2012 1500-m-Europameister, gewann 2014 in Zürich Silber und 2016 in Amsterdam Bronze, als der «mittlere» Filip triumphierte. Nun hat aber Jakob das Sagen.

Den 400-m-Lauf der Frauen verfolgte wohl auch Lea Sprunger mit Interesse, zumal sie – zumindest bis vor dem Finallauf – in 50,52 Sekunden die europäische Saisonbestenliste anführte. Die Polin Justyna Swiety-Ersetic entriss ihr diese Bestmarke. Sie fing auf den letzten Metern noch die Griechin Maria Belibasaki ab.

Der Pole Adam Kszczot schaffte einen seltenen Hattrick. Nach 2014 und 2016 wurde er zum dritten Mal in Serie 800-m-Europameister. Er hielt dabei auch den Weltmeister Pierre-Ambroise Bosse in Schach. Der Franzose hatte das Rennen mit einem Zwischenspurt nach 400 m lanciert. Allerdings kam er nicht durch. Im Gegenteil: Auf der Zielgeraden zog auch der Schwede Andreas Kramer vorbei. Den Bronzeplatz gegenüber Michal Rozmys aus Polen verteidigte Bosse nur knapp.

Sandra Perkovic schaffte Ausserordentliches. Die Kroatin wurde zum fünften Mal Europameisterin im Diskuswerfen. Allerdings tat sich die Favoritin schwer. Erst mit ihrem fünften Versuch übernahm sie die Führung.

Deutschland kam gleichwohl in zwei technischen Disziplinen zu Goldmedaillen: Malaika Mihambo setzte sich im Weitsprung mit 6,75 m durch, der Hochspringer Mateusz Przybylko feierte Gold mit überquerten 2,35 m. Die 4×400-m-Staffeln gewannen die Belgier und die Polinnen.

(SDA)


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