Ein Weg mit besonderen Gefahren

08.08.2019, 11:31 Uhr
· Online seit 08.08.2019, 11:19 Uhr
Unzählige Kinder machen sich in den nächsten Wochen neu oder wieder auf den Schulweg. Ein aufregendes Erlebnis für viele Kinder. Für Verkehrsteilnehmer verhalten sie sich dabei aber oft überraschend. Davor warnt die Beratungsstelle für Unfallverhütung.
Anzeige

Sieben Kinder verlieren im Durchchnitt pro Jahr im Schweizer Strassenverkehr ihr Leben, schreibt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (Bfu) am Donnerstag in einer Mitteilung. Bei den rund 950 Unfällen mit Kindern werden zudem ungefähr 180 von ihnen schwer verletzt.

40 Prozent dieser Unfälle passieren gemäss Bfu auf dem Schulweg. Dieser sei für die Kinder ein besonderes Erlebnis: sie spielen, toben herum und erzählen sich, was sie alles erlebt haben. Dass sie sich dabei auf der Strasse befänden, wo grössere Vorsicht geboten sei, gehe schnell vergessen.

Für die Verkehrsteilnehmer heisse dies, dass sich die Kinder oft überraschend verhalten. Kinder haben zudem, wenn sie noch klein sind, ein eingeschränktes Sichtfeld - über Hindernisse können sie nicht hinwegblicken. Je nach Alter ist zudem das Gefahrenbewusstsein noch wenig entwickelt, und Kinder bis zehn Jahre können die Geschwindigkeit eines Autos auf der Strasse sowie Distanzen nur schlecht beurteilen.

Mit Plakaten, Online-Bannern und weiteren Hinweisen macht die Beratungsstelle auf diese Gefahren aufmerksam. Fahrzeuglenkerinnen und -Lenker sollen bei Kindern mit allem rechnen, das Tempo verlangsamen und bremsbereit sein. Im Rahmen der über drei Jahre angelegten Kampagne können Erwachsene zudem durch 360-Grad-Reality-Videos mit einer Spezialbrille und dem Smartphone den Strassenverkehr aus der Optik eines Kindes erleben.

veröffentlicht: 8. August 2019 11:19
aktualisiert: 8. August 2019 11:31
Quelle: SDA

Anzeige
Anzeige