Deshalb solltest du Wespen nicht töten

Wespen haben auch ihre nützliche Seite.
Wespen haben auch ihre nützliche Seite. © iStock
Gekreische, Herumgefuchtel und im ärgsten Fall eine Todesjagd: Wespen haben bei uns Menschen keinen leichten Stand. Dabei sind die Tierchen wichtig für den Kreislauf der Natur. Toni Bürgin, Direktor des Naturmuseums St.Gallen, erklärt warum.

Wespen geniessen in der Schweiz keinen guten Ruf. Ob beim Grillen, im Schwimmbad oder beim Waldspaziergang – die kleinen Plagegeister sind einfach überall. Doch auch wenn Wespen nervig sind, sollte man sie dennoch nicht töten. Nebst ihrer schönen Farbenpracht haben die Insekten noch andere positive Seiten.

Wichtig für den Kreislauf der Natur

«Beispielsweise vertilgen sie Insekten, wie Stechmücken und andere Fluginsekten, die wir als lästig empfinden. Sie sorgen so dafür, dass diese Insekten nicht die Überhand übernehmen», sagt Toni Bürgin. Teilweise übernehmen die Wespen auch Bestäubungsleistungen. Im Frühjahr vor dem Nestbau ernähren sie sich nämlich hauptsächlich von Nektar und Pollen. Haben sie dann Larven in den Nestern, müssen sie sich proteinreicher ernähren. «Auch Fallobst fressen sie sehr gerne, das ist nahrhaft und sehr süss», sagt Bürgin.

Kühlen hilft bei Wespenstich

Wie du Wespen – die aktuell so häufig auftreten wie seit 20 Jahren nicht mehr – am besten fern hältst, kannst du hier nachlesen. Wird man doch mal von einer Wespe erwischt, helfen kühles Wasser, Insektensticks oder Eiswürfel. So sollte der Stich abschwellen und der Schmerz nach ungefähr 30 bis 60 Minuten nachlassen.

(nm)


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