Die Linienführung des Rheins ist klar

In Zukunft soll sich der Rhein wieder ausbreiten können und die über hundert Jahre alten Hochwasserdämme werden saniert. Die Pläne für das Hochwasserschutzprojekt Rhesi sind geschmiedet, das Projekt wird rund eine Milliarde Franken kosten.

Nun wird das Hochwasserschutz-Projekt Rhesi konkret: Die 26 Kilometer lange Rhein-Strecke zwischen dem Bodensee und der Ill-Münundung in Rüthi wird saniert. Am Donnerstag haben die Verantwortlichen nach einer siebenjährigen Planungsphase die konkreten Bauprojekte vorgestellt. Für Regierungsrat Marc Mächler ein denkwürdiger Moment: «Jetzt ist die Linienführung des Rheins entschieden», sagt Mächler im Interview zu TVO.

Der Rhein wird nicht mehr im Kanal geführt, sondern er kann sich zwischen den Dämmen ausbreiten. Ein unerwarteter Kostenpunkt ist die Sanierung der Dämme. Die zum Teil schon hundert Jahre alten Bauten sind baufällig geworden. «Diese Kosten waren ursprünglich nicht vorgesehen und belaufen sich auf die ganze Strecke von 26 Kilometern auf zusätzliche 260 000 Millionen Franken. Mit der Teuerung zusammen wird das Projekt deshalb 400 000 Millionen Franken mehr kosten», sagt Markus Mähr, Projektleiter Rhesi. Insgesamt kostet der Hochwasserschutz rund ein Milliarde Franken. Österreich und die Schweiz teilen sich den Betrag.

Doch nun stehen weitere Hürden an, bis die Bagger in rund sechs Jahren im Rheintal auffahren können, wie es im TVO-Bericht heisst.

 


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