Dieser Einsatz geht nach hinten los

Die Polizisten werden mit ihren eigenen Waffen geschlagen.
Die Polizisten werden mit ihren eigenen Waffen geschlagen. © Twitter/Jasper Neve
In Bulgarien hat ein Polizist die Rechnung ohne den Wind gemacht. Als er Reizgas gegen Demonstranten einsetzt, trifft er nur seine Kollegen.

Am Wochenende kam es in Bulgariens Hauptstadt Sofia zu Anti-Regierungs-Protesten. Dabei wurde auch Pfefferspray eingesetzt. Allerdings traf das Reizgas nicht die Demonstranten, ein Windstoss sorgte dafür, dass nur die Polizisten getroffen wurden.

Auf einem Video des Twitter-Nutzers Jasper Neve sieht man, wie sich die Einsatzkräfte gegenseitig Wasserflaschen reichen und die Augen ausspülen. Neve hat eine einfache Erklärung für das Malheur der Polizisten: «Bulgarien ist ein friedliches Land, bei Protesten gibt es selten Gewalt. Das erklärt, warum die Polizei so unerfahren mit Pfefferspray ist.»

Ob diese Erklärung so stimmt, sei dahingestellt. 2013 wurden mehrere Menschen bei Protesten gegen die damalige Regierung von Polizisten verletzt, 2017 machte Human Rights Watch darauf aufmerksam, dass die bulgarische Polizei wiederholt Flüchtlinge an der Grenze zur Türkei misshandelt.

(red.)


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