Egan Bernal baut seine Führung aus

Mathias Frank - sein Einsatz blieb unbelohnt
Mathias Frank - sein Einsatz blieb unbelohnt © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Egan Bernal war auch in der zweiten Bergetappe der Tour de Suisse der stärkste Fahrer unter den Favoriten. Und im Gegensatz zum Vortag reichte es dem Leader auf dem Gotthardpass auch zum Tagessieg.Bernal gewann die 7.

Etappe 23 Sekunden vor dem Italiener Domenico Pozzovivo und dem australischen Gesamt-Zweiten Rohan Dennis, der sich am Berg wiederum erstaunlich gut schlug. Der 22-jährige Kolumbianer baute in der Gesamtwertung seinen Vorsprung auf Dennis auf 41 Sekunden aus. Am Samstag folgt mit dem Zeitfahren in Goms aber wieder das Terrain für Dennis, den Weltmeister im Kampf gegen die Uhr. Eine Vorentscheidung um den Tour-de-Suisse-Sieg ist jedenfalls noch nicht gefallen.

Wie schon tags zuvor wartete Bernal an der mit viel Kopfsteinpflaster durchsetzten Tremola lange, ehe er die entscheidende Attacke lancierte. 2,7 km vor dem Ziel machte er sich auf die Verfolgung des Spaniers Enric Mas, der kurz zuvor angegriffen hatte. Gut 2 km vor dem Ende befand sich dann Bernal bereits alleine an der Spitze.

Diverse Schweizer hatten sich zuvor erneut von ihrer offensiven Seite gezeigt. Mit Schweizer Meister Steve Morabito, Mathias Frank, Gino Mäder und Michael Albasini befanden sich gleich vier einheimische Fahrer in einer achtköpfigen Spitzengruppe. Albasini fiel später zurück, und auch den verbleibenden drei Schweizern blieb letztlich kein Erfolg beschieden. Im Aufstieg zum Gotthard wurden alle Ausreisser wieder gestellt.

Mathias Frank wehrte sich vehement. 9 km vor dem Ziel hatte sich der Luzerner alleine abgesetzt. Er wollte sich rehabilitieren für die Schlappe, die er tags zuvor auf dem Weg nach Flumserberg erlitt. Das Vorhaben gelang nicht. 5,5 km vor dem Ende zog die Gruppe mit den Favoriten am 32-jährigen Innerschweizer vorbei.

Die bestklassierten Schweizer in der Etappe waren der Walliser Kilian Frankiny und der St. Galler Patrick Schelling, die das Ziel mit 1:19 bzw. 1:20 Minuten in den Rängen 14 und 15 erreichten. Im Gesamtklassement blieb Schelling bester Schweizer. Mit 2:42 Minuten Rückstand liegt er auf Platz 12.

Am Wochenende stehen die beiden letzten Etappen an. Am Samstag findet in Goms ein Einzelzeitfahren über 19,2 km auf flachem Parcours statt, und am Sonntag folgt der Alpencircuit mit Nufenen-, Gotthard- und Furkapass.

(SDA)


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