Einfamilienhaus nach Streit angezündet

Das Einfamilienhaus stand in kurz vor Mitternacht in Flammen.
Das Einfamilienhaus stand in kurz vor Mitternacht in Flammen. © Kapo SG
Familiendrama in Jonschwil: Nachdem ein 73-jähriger Mann sein Haus angezündet hatte, floh er. Als ihn die Polizei anhielt, erschoss sich der renommierte Kinder- und Jugendpsychiater. Seine Frau, die ebenfalls im Haus war, blieb unverletzt.

Nach einem mutmasslichen Streit konnte die Ehefrau gegen Mitternacht aus dem gemeinsamen Haus in Jonschwil flüchten, sie verständigte den Notruf. Kurze Zeit später stand das Haus bereits in Flammen. Der Ehemann flüchtete mit einem Auto in unbekannte Richtung. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte stand das Einfamilienhaus in Vollbrand, wie die Kantonspolizei St.Gallen mitteilt.

Mann erschoss sich selbst

Es wurde eine interkantonale Fahndung nach dem Hausbesitzer, einem renommierten Kinder- und Jugendpsychiater, ausgelöst. Kurz nach 3.30 Uhr beabsichtige er, an seinen Wohnort zurückkehren. Eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen wollte das Auto anhalten. Der 73-Jährige fuhr auf einen Platz und richtete eine Waffe gegen sich selber. Trotz sofortiger ärztlicher Versorgung und Aufgebot der Rega verstarb der Mann.

Nachbarhäuser wurden evakuiert

Die Feuerwehren Jonschwil und Wil bekämpften den Brand in der Nacht. Aus Sicherheitsgründen und als Folge der starken Rauchentwicklung wurden die Bewohner der Nachbarhäuser kurzzeitig in Sicherheit gebracht.

5-jähriges Kind war ausser Haus

Der 73-Jährige und seine 38-jährige Ehefrau hatten ein gemeinsames fünfjähriges Kind. Es befand sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht im Haus. Wo es sich genau befand, ist nicht bekannt.

Nebst den Feuerwehren standen ein Einsatzleiter der Sanität, ein Rettungswagen mit Notarzt, ein Staatsanwalt sowie mehrere Patrouillen und Spezialisten der Kantonspolizei St.Gallen im Einsatz. Das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei St.Gallen wurde mit der Spurensicherung beauftragt. Am Einfamilienhaus entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.

(Kapo SG/red.)


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