«Es liegt nicht an dir»

Mirka ist der Meinung, dass man auch beim Schlussmachen fair bleiben soll.
Mirka ist der Meinung, dass man auch beim Schlussmachen fair bleiben soll. © FM1Today/Nina-Lou Frey
Wer sich vor dem romantischen Abendessen, den roten Rosen oder den Pralinés drücken will, hat heute die letzte Chance, Schluss zu machen. Denn morgen ist Valentinstag. Wie man am schonendsten Herzen bricht, haben wir Leute auf den St.Galler Strassen gefragt.

Obwohl es erst Mitte Monat ist, sieht dein Kontostand nicht erquickend aus. Zudem ist morgen der sowohl geachtete als auch berüchtigte Valentinstag, an dem der Partner natürlich eine Überraschung erwartet. Das liegt jetzt aber definitiv nicht drin. «Es liegt nicht an dir, sondern am Valentinstag», könnte der entsprechende Trennungssatz lauten, welcher in der Realität vermutlich selten ausgesprochen wird. Für Mirka, die wir in St.Gallen getroffen haben, ist klar, dass hinter der Schlussmach-Floskel «Es liegt nicht an dir» mehr steckt, aber der Partner es schlicht nicht zugeben will. Sie findet es wichtig, dass bei der Trennung ehrlich kommuniziert wird: «So, dass man sich danach auf der Strasse noch Hoi sagen kann.» Zudem müsse es einen triftigen Grund geben. Keine Lust auf den Valentinstag gehört wohl nicht in diese Kategorie.

Auch Cornels Motto lautet: Reden, reden und nochmals reden. Denn Abschiednehmen sei ein langsamer Prozess. Ebenso empfiehlt die Online-Partnervermittlung Parship, sich Zeit zu nehmen. Dies ermögliche, ausführliche Gespräche zu führen und Fragen zu beantworten.

Mehr Schlussmachen im Video:

«Keinen Bock mehr»

Der Schlussmach-Profi Nick hat sich schon gezählte fünf Mal getrennt. Allerdings muss angemerkt werden, dass seine längste Beziehung einen Monat dauerte. «‹Keinen Bock mehr› ist besser als ‹es liegt nicht an dir›», sagt er. Doris hingegen hat sich nie von jemanden getrennt. Sie hat mit 15 Jahren ihren jetzigen Mann kennengelernt, mit dem sie nun eine Familie hat. Grundsätzlich halte sie nichts vom Schlussmachen per SMS oder Whatsapp. «Zu meiner Zeit sagte man einfach geradeaus, dass man nicht mehr zusammen sein will.»

«Die Tür nicht aufmachen»

Eine Passantin, welche ihren Namen nicht bekannt geben möchte, hat mit ihren 70 Jahren einige Beziehungserfahrungen gesammelt. Sie weiss: «Was vorbei ist, ist vorbei.» Das Leben gehe weiter. Schluss machen solle auf eine klare Art erfolgen, was bedeute: den Kontakt abbrechen, nicht telefonieren und die Tür nicht mehr aufmachen.

(dac/lou)


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