Faszination «Untertag» im Gonzen

Blick in das stillgelegt Bergwerk am Gonzen. Jedes Jahr erleben rund 10'000 Besucher den einstigen Arbeitsalltag im Stollen.
Blick in das stillgelegt Bergwerk am Gonzen. Jedes Jahr erleben rund 10'000 Besucher den einstigen Arbeitsalltag im Stollen. © Bergwerk Gonzen
Vom 28. bis 30. Juni feiert das grösste Besucherbergwerk der Schweiz den Beginn des industriellen Erzabbaus vor 100 Jahren. Am Donnerstag informierten die Verantwortlichen in Sargans über das Gonzen-Fest.

Die Besucherinnen und Besucher des Festes im ehemaligen Eisenbergwerk erwartet ein vielseitiges Programm: Grubenfahrten mit dem Gonzen-Express, musikalische Unterhaltung im Stollenbahnhof und Wein vom bergwerkseigenen Weingut. Das Bergwerk mit rund 90 Kilometer Stollen und Strecken ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung.

Am 16. Mai 1919 schlug am Gonzen in Sargans die Geburtsstunde des modernen Erzabbaus, die Eisenbergwerk Gonzen AG (EGAG) wurde gegründet. Der Erzabbau erlebte seine Blütezeit während des Zweiten Weltkriegs. Bis zu 380 Beschäftigte fanden Gonzenbergwerk ihr Einkommen.

Nach dem Krieg purzelten die Preise, und die Gonzenerze hätten dem internationalen Wettbewerb nicht mehr standhalten können, heisst es in der Mitteilung. 1966 musste das Gonzenbergwerk stillgelegt werden. Zehn Jahre später übernahm Willi Eugster die Geschäftsleitung und eröffnete 1983 im alten Stollenlabyrinth ein Besucherbergwerk.

Seither entdecken jährlich rund 10’000 Besucher den einstigen Arbeitsalltag im Stollen und die zeitlose Faszination von «Untertag».

(SDA)


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