Dieses Spiel bringt Ehen zum Scheitern

In Fortnite werden nicht nur die Gegner gekillt, sondern auch Beziehungen.
In Fortnite werden nicht nur die Gegner gekillt, sondern auch Beziehungen. © flickr.com
Fortnite bricht alle Rekorde – weltweit gibt es etwa 125 Millionen registrierte Spieler. Aber nicht alle Rekorde sind positiv. Fortnite soll allein im Vereinigten Königreich der Grund für über 200 Scheidungen sein.

Battle-Royal Spiele liegen im Trend. Das Spielprinzip ist bei den meisten Spielen gleich: man startet an einem frei wählbaren Punkt auf einer Karte, sucht sich Waffen und Rohstoffe, um gegen die anderen Spieler bestehen zu können. Das Spiel treibt die Konkurrenten, bei Fortnite zum Beispiel mit Hilfe eines Sturms, immer näher zusammen, damit die Runde nicht ewig dauert. Denn wer im Spiel getötet wird, der ist raus. Battle Royal bedeutet jeder gegen jeden – bis nur noch einer übrig ist. Das Prinzip macht süchtig. Fortnite ist mit über 125 Millionen registrierten Spielern extrem erfolgreich. Der Clou: Fortnite ist im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten gratis.

Auch bei Promis populär

Zum Hype des Spiel tragen auch Stars bei, vor allem bei Fussballspielern ist Fortnite beliebt. Antoine Griezmann feiert seine Tore regelmässig mit einem Tanz, der aus dem Spiel bekannt ist. So zum Beispiel im WM-Finale gegen Kroatien.

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Auch Rapper Drake ist ein bekennender Fan des Spiels und erreichte mit einem Twitch-Stream 600’000 Zuschauer. Bei einem Twich-Stream wird ein Spiel live ins Internet übertragen, wobei die Spieler ihre Handlungen kommentieren.

Über 200 Scheidungen verursacht

Ein Spiel, das 125 Millionen Leute spielen (das sind alle Einwohner Deutschlands und Argentiniens zusammen) kann durchaus einen Einfluss auf die Gesellschaft haben. Das englische Portal Divorce Online berichtet, dass seit Jahresbeginn bei fünf Prozent aller Scheidungen Fortnite als Grund angegeben wurde – und das allein in Grossbritannien! «Divorce Online» ist eine englische Firma, die mit Scheidungen Geld verdient. Die Zahlen zu Fortnite sind deshalb mit Vorsicht zu geniessen. Das Suchtpotential von Fortnite ist aber unbestritten und deshalb ist es gut möglich, dass einige Zockerinnen und Zocker an nichts anderes mehr denken können. Die Fortnite-Macher von Epic Games helfen dabei kräftig nach: an E-Sport Turnieren werden in diesem Jahr über 85 Millionen Franken als Preisgelder ausbezahlt.

(cht)

 


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