Fransson schiesst Genf-Servette ins Glück

So umkämpft sind die Spiele zwischen Bern und Genf-Servette. Hier ein Gedränge vor dem Genfer Goalie  Robert Mayer
So umkämpft sind die Spiele zwischen Bern und Genf-Servette. Hier ein Gedränge vor dem Genfer Goalie Robert Mayer © KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
Der Schlittschuhclub Bern befindet sich gegen Genf-Servette bereits wieder in Rücklage. Die Berner verlieren auch das zweite Heimspiel, diesmal mit 2:3 in der zweiten Verlängerung.

Der schwedische Verteidiger Johan Fransson schoss den Genève-Servette Hockey Club ins Glück. Nach 95:49 Minuten liess Berns Goalie Leonardo Genoni Franssons Schuss passieren. Dieser 45. Torschuss der Servettiens schien nicht unhaltbar.

Erst einmal dauerte auf Schweizer Eis eine Verlängerung länger: Letzte Saison fiel die Entscheidung in der Ligaqualifikation zwischen Kloten und den Rapperswil-Jona Lakers einmal erst in der 103. Minute (Torschütze Denis Hollenstein).

Mit dem Overtime-Sieg revanchierten sich die Genfer erfolgreich für den Dienstag. Vor zwei Tagen hatte Servette das erste Heimspiel dominiert, am Ende aber in der Verlängerung mit 2:3 verloren. Die Servettiens verdienten sich den Sieg in der Verlängerung. Nach der regulären Spielzeit kamen die Genfer zu 23 Torschüssen, Bern nur noch zu 16.

Den Servettiens mag in die Karten gespielt haben, dass bei Bern schon in der regulären Spielzeit Jan Mursak (10.), Eric Blum (29.) und Jérémie Kamerzin (51.) verletzt ausschieden. Damit stand dem SC Bern in der Verlängerung ein Block weniger zur Verfügung.

In der regulären Spielzeit verspielte Bern zum zweiten Mal hintereinander im Schlussabschnitt eine 2:0-Führung. Innerhalb von 90 Sekunden schafften der Amerikaner Tommy Wingels, der zum ersten Mal seit fünf Wochen wieder mittun konnte und offensiv einer der auffälligsten Genfer war, und Henrik Tömmernes zu Beginn des Schlussdrittels den Ausgleich.

Diese Goals von Servette stellten den Spielverlauf auf den Kopf. Denn im zweiten Abschnitt schien der grosse, starke Schlittschuhclub Bern endlich zur Playoff-Form gefunden zu haben. Die Berner dominierten mit 18:7 Torschüssen. Sie schafften das 2:0, hätten deutlicher führen müssen und steuerten auf die erste Führung in der Serie zu.

Insbesondere im Überzahlspiel muss sich Servette steigern, wenn es in dieser Viertelfinalserie den Qualifikationssieger weiter bedrängen will. Zum zweiten Mal in Folge (nach dem Dienstag) kassierte Servette das bedeutsame erste Gegentor mit einem Mann mehr auf dem Eis. Im zweiten Abschnitt boten sich Simon Moser und Tristan Scherwey in Unterzahl weitere Grosschancen. Immerhin schaffte Genf den 2:2-Ausgleich später im Powerplay.

(SDA)


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